Kommentar zu Wo das Positive bleibt von Johanna Spieth

Womöglich ist diese Depression, die als Volksseuche grassiert, von interessierter Seite beabsichtigt? Womöglich ist sie nicht nur von irgend welchen schlimmen Drahtziehern gewollt, sondern von ganz weit oben, aus der jenseitigen Welt, zugelassen mit einer bestimmten Absicht? Womöglich ist diese Depression nur ein kleines, noch verhältnismäßig überschaubares Übungsfeld für ein noch größeres und schauriges Spiel? Sind wir dafür zu bürgerlich und zu verweichlicht? Ich will nicht den Teufel an die Wand malen. Aber die apokalyptischen Texte der Bibel und anderer heiliger Bücher sprechen eine deutliche Sprache. Es ging uns zwei oder sogar fast drei Generationen lang ordentlich bis gut seit dem Ende des letzten Weltkriegs. Ob der nächste vor der Tür steht? Gott behüte uns davor. Das Gebet vermag Unheil aufzuhalten oder in erträgliche Formen einzugießen und damit zu kanalisieren, wie manche Zeugnisse der Vergangenheit belegen. „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen …“ heisst es im Vaterunser. Ein überaus wahres Herrenwort, das den Zwiespalt alles geschaffenen und dem Sündenfall unterworfenen Lebens abbildet, aber auch Auswege aus diesem Zwiespalt eröffnet.

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