Gelsenkirchener Unternehmer schreibt „Ungeimpfte unerwünscht“ auf Fensterscheiben – und hat nun Angst – UPDATE

Dieser Leserfund würde normalerweise in unserer Serie über die „Auswüchse der Corona-Jünger“ Platz finden. Doch er ist dermaßen niederträchtig, dass wir ihm hier einen eigenen Artikel widmen.

Der Besitzer des Gelsenkirchener Ladens Wilhelms-Weichholzwelt fand es offenbar notwendig, in alt-bekannter NS-Manier die Fenster seines Geschäftes mit Sprüchen zu „verzieren“. Sprüchen, die reine Hetze gegen ungeimpfte, gesunde Menschen darstellen:

Der Freiheits-Aktivist und Journalist Manaf Hassan stellte den Besitzer Wilhelm Schleweis telefonisch zur Rede. Folgendes gab dieser zu seiner Aktion als Antwort:

„Er hat zugegeben, es getan zu haben. Mittlerweile ist es wegen des großen Shitstorms wieder weg. Er ist der Meinung, das sei dennoch Werbung für ihn. Er wollte provozieren. Er fürchte nun aber Konsequenzen. Er schiebt die Schuld plump auf Ungeimpfte. Wollte angeblich nur zur Diskussion anregen, weil er sauer war. Habe ihm dazu meine Meinung gesagt. Man merkt, er hat Angst, dass das Ganze nun zum Ruin führt. Er habe nicht damit gerechnet, dass es so viral geht. Ich habe kein Mitleid.“

 

— UPDATE —

Hier posiert offenbar der Besitzer mit einem Schild auf dem steht „Ich schäme mich“. Angst oder echte Reue?

Nachdem der Betreiber seine Reue kundgetan hat, wollen auch wir weiter von einer „Verurteilung“ absehen und haben daher die Kontaktdaten gelöscht. Dennoch ist es aus unserer Sicht wichtig, unseren Lesern solche Informationen bereitzustellen, damit aktiv gehandelt werden kann. Widerstand darf nicht nur im Internet stattfinden. Wir befinden uns in einer Diktatur, die sich an keine Spielregeln hält. 

— UPDATE TEIL 2 —

Das Beispiel des Gelsenkirchener Ladenbesitzers dürfte Schule machen. Unsere Redaktion erreichte das Bild eines ähnlich gearteten Schaufensters in Berlin. Das Kreuzberger Café Los Angelitos will keine „Schwurbler, Möchtegern-Experten und rechtes Pack“ als Kundschaft. Mit der Aktion wollte man angeblich gegen eine Querdenkerdemonstration im Kiez vergangenen Samstag protestieren. Mittlerweile beklagt man sich über „Hasskommentare und negative Bewertungen bei Google“:

„Wir erleben derzeit einen organisierten Online-Angriff aus rechtsextremen Kreisen, wo dazu aufgerufen wird, uns mit negativen Kommentaren und Bewertungen zu überziehen.
Hintergrund ist, dass unser Cafe sich deutlich gegen verschwörungsideologische, rechtsextreme und menschenfeindliche Inhalte positioniert. Sie können uns helfen, indem Sie einen positiven Beitrag auf unserer Seite hinterlassen.“

Hier kann das Cafe bewertet werden:

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