Lukaschenko bietet Putin Stationierung russischer Atomwaffen an

Autor: B.T. Bild: Wikipedia/The Presidential Press and Information Office Lizen: CC BY 4.0


Weißrusslands Präsident reagiert auf jüngste Provokationen der NATO

Die ständigen Provokationen des Westens gegenüber Russland drohen eine gefährliche Eskalationsspirale in Gang zu setzen. Gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Rossija Sewodnja sagte Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko auf die Frage, welche Folgen eine mögliche Verlagerung von US-Atomwaffen von Deutschland nach Polen hätte, dass Russland dann Atomsprengköpfe in seinem Land stationieren könnte.

In diesem Fall, so Lukaschenko, „werde ich (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin vorschlagen, die Atomwaffen nach Weißrussland zurückzugegeben“. „Ich sage das nicht ohne Grund“, fuhr der Langzeitstaatschef fort, „wir sind auf dem Territorium von Weißrussland dazu bereit“.

Während des Kalten Krieges hatte die Sowjetunion auf dem Territorium Weißrusslands (wie auch der Ukraine) zur Abschreckung der NATO Atomwaffen stationiert. Und heute wäre Lukaschenko zufolge die Wiederherstellung der nuklearen Abschreckung aus der Sowjetzeit „in einem solchen Fall am effektivsten“.

Lukaschenkos Äußerung ist im Zusammenhang mit einer Aussage von Jens Stoltenberg zu sehen. Anfang November äußerte der NATO-Generalsekretär seine Befürchtung, dass die künftige deutsche Regierung, die sogenannte Ampelkoalition, den Kauf einer neuen Flotte von Flugzeugen, die Atomwaffen abfeuern können, ablehnen könnte, sobald Bundeskanzlerin Angela Merkel aus ihrem Amt ausscheidet.

Außerdem sagte Stoltenberg, die Atomwaffen der NATO „bieten den europäischen Verbündeten einen wirksamem Schutzschirm“, der auch die östlichen Verbündeten einschließe. Zudem erklärte der NATO-Chef, dass Pläne für eine Verlagerung der Atomwaffen wegen der angeblichen Bedrohung durch Russland notwendig seien.

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