Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell


Aserbaidschan.
Erster Flughafen in Karabach. Der Flughafen Fuzuli, ist nach 8 Monaten fertiggestellt. TRT.tr

Äthiopiens Armee fliegt Luftangriffe auf Hauptstadt von Tigray, Mek‘ele (200000 Ew.). SRF.ch

Belgien.Vielen dürfte gar nicht bewusst sein, dass sich auf dem weitläufigen Gelände des NATO-Hauptsitzes in Brüssel eine russische Militärbotschaft befindet. Dort waren mehrere Mitarbeiter tätig. Die russische Order, die Mission zu schließen, ist die direkte Antwort darauf, dass das westliche Militärbündnis vor zehn Tagen acht Mitarbeitern der russischen NATO-Mission in Brüssel die Akkreditierung entzogen hat. Damit wird eine zwanzigjährige Verbindung zwischen Ost und West gekappt, SRF.ch

China. Schweiz unterschreibt Xinjiang-Deklaration nicht. SRF.ch Aluminium und Magnesium, zu 85% in China, werden knapp. Preis versiebenfacht. TRT.tr

Deutschland. Sorge um die Generation Alpha. Was läuft schief bei der jüngsten Generation? Zu behütet, sozial auffällig und sprachlich defizitär: Eine Studie zeichnet ein erschreckendes Bild der unter 10-Jährigen. 40 % der Kinder zeigen Auffälligkeiten im sprachlichen Bereich, 19 % im motorischen Bereich, 30 % im sozialen Bereich. Das sei nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse der Studie über die Generation Alpha – also jener Kinder, die seit 2010 geboren wurden. All diese Ergebnisse sind besorgniserregend. Die Überbehütung durch sogenannte «Helikopter-Eltern» oder auch «Rasenmäher-Eltern» (so genannt, weil sie jedes Hindernis aus dem Weg räumen) kann ein Grund für die steigende Unselbstständigkeit der Kinder sein. 27 % der 8- bis 9‑jährigen Kinder werden von ihren Eltern überbehütet. Davon sind 75 % Knaben. Diese Überbehütung nehme mit steigendem Alter noch zu. Überbehütung könne sich gleich nachteilig auf die Entwicklung des Kindes auswirken wie Vernachlässigung. «Aktionseltern» überfluten ihr Kind mit Events. Es dürfe sich nicht langweilen und habe keine Zeit mehr, um Erlebtes zu verarbeiten. Kinder könnten deshalb nicht mehr vertieft spielen. 17 % der Kinder werden nicht witterungsgemäß angezogen, weil Eltern die Geduld und Zeit fehlen. Sprachliche Auffälligkeiten im Kindergarten: Nur 7 % der Kinder sprechen so deutlich, dass es die Betreuerinnen nicht als Auffälligkeit definieren. Im Hort sei die Beherrschung der Grammatik zu 78 % auffällig. Im Kindergarten werden bei 87 % der Kinder motorische Auffälligkeiten beobachtet. Auffälligkeiten im sozialen Bereich: Beim Schließen von Freundschaften zeigen 67 % im Kindergarten Auffälligkeiten. Beim Lösen von Konflikten 73 %, im Schulalter 87 %. 56 % der 4- bis 5‑jährigen Kinder zeigen kein altersentsprechendes vertieftes Spielen. In Deutschland gab es noch nie so viele unglückliche Kinder. (generation-thinking de/post/generation-alpha-studie) ● Merkel möchte bis 19.12. bleiben, um Kohls Rekord zu brechen. ● Stephan Malinowski (* 1966 in Berlin) ist ein deutscher Historiker. Soeben erschien sein Buch Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration. Propyläen, Berlin 2021, ISBN 9783549100295; Wilhelm begrüße den Zusammenschluß aller nationalen Kräfte, die sich in der schwarz-weiß-roten Front und der NS-Bewegung als Einheitsfront verkörpern. SWR.de

Ekuador. Ausnahmezustand wegen Drogenkriminalität. SRF.ch

El Salvador. Demos gegen Bitcoin als nationale Währung. SRF.ch

EU. Gipfel zu Energiekosten. Keine Antwort auf akut hohe Preise für Strom und Gas. Einige Mitgliedstaaten wollen die europäische Klimapolitik verschieben, andere setzen auf gemeinsame Reserven. SRF.ch

Frankreich. Antwort auf hohe Energiepreise. 38 Mio Franzosen erhalten 100-Euro-Scheck.SRF.ch

Haiti. 17 US-Missionare wurden entführt. SRF.ch

Hongkong: Amnesty International & Human Rights Watch schließen. NPO.nl

Italien. Ein Gericht in Siena hat den früheren Ministerpräsidenten Berlusconi in einem Prozess im Zusammenhang mit seinen «Bunga-Bunga-Partys» freigesprochen. Dem 85-jährigen Parteichef der Forza Italia wurde vorgeworfen, Zeugen für Falschaussagen zu den Partys mit jungen Frauen bestochen zu haben. ● Die besten Zeiten erlebte Triest als Hafen der Donaumonarchie. Damals war die Stadt wohlhabend und bestens vernetzt. Die Mehrheit sprach Italienisch. Aber auch die slowenische und die deutsche Minderheit hatten ihren Raum und konnten sich entwickeln. Dies änderte sich abrupt, als die Stadt 1918 italienisch wurde. Doch zumindest Spuren der einstigen Vielfalt sind geblieben. Man sieht sie in den Cafés der Stadt, nach Wiener Vorbild. Oder am Triester Dialekt, in dem es deutsche und slowenische Lehnwörter gibt. China zeigt großes Interesse am Hafen, der Zufahrtsrouten nach Mitteleuropa verkürzt. Aufbruchstimmung. Mehr im Podcast International. SRF.ch ● Gespräche zwischen der italienischen Regierung und UniCredit über den Verkauf der Banca Monte dei Paschi di Siena sind gescheitert. Die Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) ist die älteste Bank der Welt. Sie wurde 1472 von der Republik Siena gegründet. Der Firmensitz ist seit Jahrhunderten im Palazzo Salimbeni auf der gleichnamigen Piazza in Siena angesiedelt. Im Jahr 2020 betreute die Bank rund 6 Millionen Kunden von 21.500 Mitarbeitern in mehr als 1.400 Filialen. RSI.ch

Jemen. 2 Mio Kinder können nicht zur Schule. 400000 drohen zu verhungern. SRF.ch

Kanada. Eine Analyse von Holz aus Fachwerkhäusern in Neufundland zeigt, dass Wikinger 1021 ankamen. ● Umweltkatastrophe: Das brennende Schiff vor Vancouver wurde gelöscht aber 40 Container mit hochgiftigtem Inhalt fielen ins Meer. NPO.nl ● Weil er Kontrolle seiner Kirchge untersagte und Coronamaßnahmen kritisierte, wurde Cave-of-Adullam-Pastor Artur Pawlowsky in Calgary eingesperrt und zu 25000 $ Strafe verurteilt. KFAR.us

Libanon. Das Land steht wirtschaftlich und politisch am Abgrund. So wurden in Beirut letzte Woche sieben Menschen getötet, mindestens 30 verletzt. Darunter Hisbollah-Anhänger. Ihr Chef, Hassan Nasrallah, beschuldigt eine christliche Gruppierung, einen Bürgerkrieg anzetteln zu wollen. Zugleich behauptete er, er verfüge über 100000 Kämpfer. Im
Libanon bildet die Hisbollah einen Staat im Staat. Es gibt kaum Treibstoff, der Strom fällt dauernd aus, die medizinische Versorgung funktioniert kaum noch. Mega-Explosion im Hafen vom letzten Jahr noch nicht aufgearbeitet. SRF.ch

Libyen. Gadaffi-Nostalgie vor den Wahlen im Dezember. TRT.tr

Mosambik. CS-Kreditskandal in Mosambik. Die Staatsanwaltschaft von Mosambik hat der Korruption den Kampf angesagt und sich dafür Hilfe aus der Schweiz geholt. Das Geld aus der Schweiz ging an ganz verschiedene Seiten. 200 Millionen Dollar gingen an Bankgebühren verloren. Drei ehemalige CS-Mitarbeiter haben eingestanden, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Diverse Politiker und Beamte in Mosambik sollen ebenfalls solche Bestechungsgelder entgegengenommen haben. Die Firma Privinvest hat wohl am meisten von diesen illegal erlangten Geldern profitiert. Das ist ein Schiffsbauunternehmen, das einem französisch-libanesischen Milliardär gehört und das dieses ganze Szenario inszeniert hat. SRF.ch

Neuseeland. Neue Wege nach Brexit. Großbritannien und Neuseeland besiegeln Freihandelsabkommen. SRF.ch

Niederlande. 65 Jahre dauerte Bernard Haitinks (*1929) Bühnenkarriere: Amsterdam, Dresden, London, Chicago waren seine wichtigsten Stationen – und immer wieder Luzern. Er ist am 22.10. in London verstorben. SRF.ch ● Die Titanenwurz oder Penispflanze (Amorphophallus decus-silvae) blüht im Leidener Hortus botanicus. Soweit die Pflanzenexperten von Hortus wissen, blüht diese Pflanzenart erst zum dritten Mal in Europa. Sie blüht in zwei Phasen. Zuerst weiblich. Der Spadix erwärmt sich und verbreitet einen stechenden Geruch von verrottendem Fleisch. Insekten mögen diesen Geruch und werden von ihm angezogen. Die Pflanze blüht dann männlich. NPO.nl

Nigeria. Schweizer fahren mit Benzin aus den USA. Die Vereinigten Staaten sind in den vergangenen Monaten zum zweitwichtigsten Lieferanten von Erdöl in der Schweiz aufgestiegen – direkt hinter Nigeria, dem größten. SRF.ch

Österreich führt 3G-Regel am Arbeitsplatz ein. Geimpft, genesen oder getestet. ● «20 Minuten»-Verlag profitiert von österreichischem Steuergeld. Sebastian Kurz verkündete den Rücktritt vom Kanzleramt, nachdem publik wurde, dass er in Korruptionsgeschäfte mit einer Mediengruppe verstrickt ist. Konkret soll er Zeitungen mit staatlichen Anzeigen bezahlt und im Gegenzug eine wohlwollende Berichterstattung und frisierte Meinungsumfragen erhalten haben. Sebastian Kurz und seine engsten Freunde haben Steuergeld genommen, um Studien zu bezahlen und damit Fake News zu produzieren. Danach habe man diese auch noch in Gratisblättern verbreitet, indem man Regierungsinserate schalten liess. Der als «Inseratenaffäre» bekannt gewordene Skandal zeigt einmal mehr die problematische Nähe von Boulevard und Politik. Laut einer aktuellen Studie gaben das Bundeskanzleramt und die Ministerien letztes Jahr insgesamt 33.5 Millionen Euro für Regierungsinserate aus. Am meisten – nämlich 57% der Regierungsausgaben – erhielten die drei Boulevardblätter «Österreich», «Kronen Zeitung» und «Heute». Mit «Heute» profitiert auch ein Schweizer Medienhaus: Die TX Group ist an der Gratiszeitung «Heute» mit 25 % beteiligt und am Onlineportal heute.at mit einem Mehrheitsanteil von 51 %. SRF.ch ● Am Nationalfeiertag am 26.10. am Wiener Heldenplatz statt Waffenschau Impfstrasse. ORF.at Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown. SRF.ch ● Botschafter Johannes Peterlik suspendiert wegen Weitergabe der Novitchokformel. ● Mit der falschen Darstellung der Ereignisse auf SKY will Strache aufräumen. Sein Buch „Ibiza-Attentat. Was wirklich geschah“ erscheint Anfang November. ● Neues Buch von Eva Demmerle bei Amalthea: „Kaiser Karl Mythos und Wirklichkeit. 25 €. ● In der Nacht der Museen Anfang Oktober besuchten 700 das Wiener Polizeimuseum, im ganzen Jahr 2500, weil es unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Marokkanerkaserne in Wien 3 existiert. Jetzt ist Internetseite geplant. ORF.at

Palästina. Wohnbaupolitik in Ostjerusalem. 80 palästinensische Häuser seit Anfang Jahr abgerissen. Die Ungleichbehandlung von Arabern bei der Bewilligung von Baugesuchen ist in Israel ein ständiger Konfliktherd. Festlich gekleidete Kinder rennen an einem heissen Nachmittag im August zum Haus der Familie Bashir im Quartier Jabal al-Mukaber in Ostjerusalem. Eltern, Nachbarn und Verwandte der Familie folgen ihnen. Mosa Bashirs ältester Sohn hat geheiratet. Der stolze Vater, ein palästinensischer Bürger Jerusalems, begrüsst die Gäste. Das Hochzeitsfest ist für den 50-jährigen Bauarbeiter Mosa Bashir ein freudiges und zugleich beklemmendes Ereignis. Seine Familie wächst, aber damit wird auch der Wohnraum knapp. Alle Versuche, auf dem Land seines Vaters zu bauen, sind nämlich gescheitert. Das schmale, einstöckige Haus nebenan wollte er vor zwei Jahren für seine gehbehinderte Mutter vergrößern. Legal sei das jedoch nicht möglich, sagt er und erzählte, wie es dazu kam. Geld für hohe Gebühren zusammengekratzt «Das ganze bürokratische Prozedere für eine Baubewilligung kostet um die 400’000 Schekel, rund die Hälfte davon müssen wir Palästinenser bar bezahlen», erklärt Mosa Bashir. Umgerechnet um die 50’000 Franken bar auf den Tisch. Das blättert man bei einem Angestelltensalär von monatlich 1700 Franken nicht einfach so hin. Trotzdem hat er es versucht: Die Quittungen für seine Zahlungen von Zehntausenden Schekel an die Gemeinde hat er aufbewahrt. Aber mit der Baubewilligung ging es auch nach mehr als einem halben Jahr nicht vorwärts. Also baute Mosa Bashir ohne Bewilligung: «Es ist schliesslich mein Land.» Nach einem Jahr kamen die Gemeindebehörden und stellten ihn vor die Wahl: 70’000 Schekel Abrissgebühren bezahlen oder selber einen Bulldozer mieten und den Anbau selbst zerstören. Dazu kam eine saftige Busse von 30’000 Schekel: «Weder meine Mutter noch ich haben genug Geld, um das zu bezahlen», sagt Mosa Bashir bitter. Das Hochzeitsfest ist in vollem Gang. Mosa Bashir fragt sich, wo seine Kinder und Enkel alle einmal wohnen sollen, wenn er auf seinem Land nicht bauen darf: «Sie wollen nicht, dass wir Palästinenser in Jerusalem bauen. Sie wollen, dass wir ausziehen, nach Bethlehem, möglichst weit weg.» Ich will ein größeres Jerusalem, unter israelischer Souveränität, mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit von über 70 %, sagt Vizebürgermeister Arieh King. Erst vor einer Woche haben die Gemeindebehörden Baupläne in einer völkerrechtswidrigen jüdischen Siedlung in Jerusalem bewilligt. Gleichzeitig haben die israelischen Behörden dieses Jahr im Schnitt pro Woche zwei palästinensische Häuser abgerissen. Berichtet Susann Brunner auf SRF.ch

Russland. Moskauer Treffen mit den afghanischen Taliban. Russland, China, Indien und Pakistan. USA sagen ab. EU nicht eingeladen. Russland verlangt rasche humanitäre Hilfe. SRF.ch ● Angesichts dramatisch hoher Corona-Infektionszahlen hat Russlands Präsident Putin eine arbeitsfreie Woche (30.10–7.11.) angeordnet. VESTI.ru ● In der Moskauer U‑Bahn können Fahrgäste mit Facepay, einem Blick in eine Kamera bezahlen. SWR.de ● Rostec hat seinen Anteil am Waffenhersteller Kalaschnikow auf gut ein Viertel reduziert. Der Produzent des gleichnamigen Gewehrs betreibt neuerdings auch Souvenirläden. Der russische Staat hat beim Waffenhersteller Kalaschnikow die Kontrolle abgegeben. Der Anteil sank von 51% auf 25% plus eine Aktie, wie das Unternehmen am 21.10 mitteilte. Die Anteilsscheine kaufte demnach Unternehmenschef Alexej Kriworutschko, der auch schon vorher an Kalaschnikow beteiligt war. Wie hoch sein Anteil nun insgesamt ist, wurde nicht mitgeteilt. Kriworutschko erwarb den knapp 26%-Anteil für 1,5 Mrd. Rubel (24 Mio. Fr.) Man will wieder mit USA ins Geschäft kommen. SRF.ch

Schweiz. Um das archäologische Erbe der Schweiz zu bewahren, müsste weniger gebaut werden. Die beste Grabung ist die, die nicht gemacht werden muss. Auch die Fachgesellschaft Archäologie Schweiz blickt kritisch auf den Bauboom und insbesondere auf den jüngsten Vorschlag aus dem Parlament: Bauen ausserhalb der Bauzonen, das im Grunde nicht zulässig ist. Der Anspruch, Landschaft und Boden ausserhalb der Bauzone besser zu schützen, werde verfehlt. Der Berner Kantonsarchäologe Adriano Boschetti sagt, es sei sein Job, dieses Erbe zu sichern, bevor es durch den Bau zerstört werde, aber: «Was viel mehr schmerzt, ist das Bewusstsein, dass auf x Baustellen täglich solche Dinge verloren gehen, ohne dass wir es wissen.» ● Trotz dem Ja zur «Ehe für alle»: Der Hass auf Homosexuelle ist in der Schweiz verbreitet, vor allem bei den Jungen. ● Seltene Wandmalereien in Zuger Altstadthaus entdeckt. Unerwarteter Fund bei Sanierungsarbeiten: Hinter einem Täfer liegen gut erhaltene Malereien aus dem 16. Jahrhundert. ● Von Boosterimpfung rät die Schweiz ab. ● Wildschweine werden in der Südbündner Landschaft immer mehr zur Plage. Sie landen deshalb häufig auf dem Teller, zumindest jene, welche die Jäger erwischen. 40% der Wildschweine in Südbünden sind allerdings als Folge von Tschernobyl radioaktiv verseucht. Das zeigten Messungen, die erstmals an erlegten Wildschweinen durchgeführt wurden. Bei 7 von 18 Tieren wurde der Grenzwert überschritten. Der Grund dafür sind die Pilze, welche die Wildschweine fressen. Sie sind als Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in den 80er Jahren kontaminiert. Hohe Cäsium-Werte. Das Wildschweinfleisch wird deshalb für den Handel auch im Kanton Graubünden auf Cäsium 137 getestet. Was bisher kaum bekannt ist: Jäger, welche das Wildschweinfleisch selber essen, müssen die Wildschweine nicht testen lassen. Sie gehen dabei ein gesundheitliches Risiko ein. Mehrere 1000 statt 600 Bequerel pro Kilo. Bis jetzt kommunizierte der Kanton Graubünden, dass kontaminierte Wildschweine rigoros entsorgt werden. Der Grenzwert der Strahlenbelastung werde relativ schnell erreicht. Bei 20 bis 30 kg Wildschweinfleisch pro Jahr kann es kritisch werden. Wer jährlich 20 bis 30 kg verstrahltes Wildschweinfleisch isst, konsumiert rund 1/6
der empfohlenen maximalen Strahlenbelastung pro Jahr. Der Kanton Graubünden setzt auf die Eigenverantwortung. Im Kanton Graubünden gibt es praktisch ausschliesslich in Südbünden Wildschweine. Dass ihr Fleisch verseucht ist, wurde zuerst im benachbarten Italien festgestellt. Dort gibt es seit sieben Jahren systematische Untersuchungen. ● In den Nullerjahren haben Banken – auch Schweizer Institute, unter ihnen Kantonalbanken – Milliarden an illegalen Steuertricks verdient. Es handelt sich dabei um sogenannte Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäfte, auch Dividendenstripping genannt. Diese zielen darauf ab, ein Mehrfaches an Verrechnungssteuern vom Fiskus zurückzuerlangen, als eigentlich erlaubt ist (Cum Ex) oder sich Verrechnungssteuern vom Fiskus erstatten zu lassen, obschon gar kein Anrecht darauf besteht (Cum Cum). Neue Zahlen zeigen: 7.5 Milliarden Franken Schaden für Fiskus. ● Vorerst gilt keine 3G-Regel in den Schweizer Skigebieten. Die Zertifikatspflicht könnte aber zum Thema werden. SRF.ch

Sudan. Darfur-Konflikt im Sudan. Ein Funke – und der Markt steht in Flammen. Brutale Übergriffe nehmen in Darfur wieder zu. Die Menschen haben Angst – und kehren trotzdem zurück. ● Militärcoup stürzt Regierung. SRF.ch

Taiwan. US-Präsident Joe Biden will Taiwan bei Angriff verteidigen. Sollte es in Taiwan zu einer Invasion durch China kommen, wollen die USA dem Inselstaat militärisch zur Seite stehen. SRF.ch

Türkei. Präsident Erdoğan ist ein Freund Afrikas. Er hat heuer bereits 30 Länder dort besucht, Macron nur 11, Sanchez 7, Draghi eines, Biden keines. TRT.tr

Ungarn feierte am 23.10 Nationalfeiertag, war 1956 Revolutionsbeginn. ORF.at ● Ungarn liegt vorn bei Gesichtserkennung in EU. SRF.ch

USA. Die Plattform «Truth Social» von Donald Trump werde im November als Testversion an den Start gehen, «um der Tyrannei von Big Tech die Stirn zu bieten. Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook hatten den Ex-Präsidenten von ihren Plattformen verbannt, nicht aber die Taliban. ● Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook will sich offenbar einen neuen Namen geben. Demzufolge soll Unternehmenschef Mark Zuckerberg auf der jährlichen Connect-Konferenz am 28. Oktober den neuen Markennamen enthüllen. ● Mehr als 1.7 Millionen Migranten hat die US-Grenzpolizei dieses Jahr an der Grenze zu Mexiko angehalten – so viele wie noch nie, seit eine Statistik dazu existiert. Die «Washington Post» hat diese Zahlen diese Woche durch ein Leak erhalten und publiziert. Die anhaltende Einwanderungswelle wird für Joe Biden und die Demokraten zunehmend zur Hypothek und könnte den Republikanern bei den Kongresswahlen nächstes Jahr helfen. Der Einwanderungs-Hardliner und texanische Senator Ted Cruz ist derzeit alle paar Tage bei Fox News zu Gast. Joe Biden und Kamala Harris hätten ein Problem, denn mit ihrer Migrationspolitik hätten sie ein katastrophales Chaos angerichtet. ● Wie Los Angeles gegen die Obdachlosigkeit vorgeht. Tiny Homes – ein winziges Obdach. SRF.ch ● Flixbus (DE) kauft um 150 Mio die US Firma Greyhound mit 1300 Bussen. ● Kinder impfen 5–12 Jahre. SWR.de ● Dr. Fauci (*1940) sollte entlassen werden, nachdem das Bundesgesundheitsunstitut NIH zugegeben hat, dass die USA die Crona-Gain-of-Function-Forschung in Wuhan bis 2025 finanzieren. Gain-of-Function-Forschung (GoFR) ist medizinische Forschung, die Organismen genetisch verändert in einer Weise, die die biologischen Funktionen verbessern kann. ● Bezos baut eigene Weltraumstation. ● Facebook wird sich auf Altersgruppe 18–29 konzentrieren. XTRA.us

Usbekistan wählte mit 80% Präsident wieder. WB80% TRT.tr

Venezuela. Ein typisches Monatseinkommen liegt bei 200 Bolivar Digital (50 US$.)  SRF.ch


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