Kommentar zu Kirchen fordern liberale Flüchtlingspolitik von Peter Voit

Lernen, die Bibel als „Buch der Migration“ zu verstehen?

Wohlan! Laut Matthäus-Evangelium erscheint dem Joseph im Traum ein Engel des Herrn und spricht:

„Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage, denn Herodes will nach dem Kind suchen, um es zu töten“ (Mt 2, 13 ff).

“ … und bleibe dort, bis ich es dir sage“! – Ob Georg Bätzing, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, diese Bibelworte im Hinblick auf die gegenwärtige Flüchtlingspoltik unruhige Nächte zu bereiten pflegen, entzieht sich freilich meiner Kenntnis. Doch allzu weit scheint es Bätzing bei seinen Bemühungen, die Bibel als „Buch der Migration“ zu verstehen, noch nicht gebracht zu heben, wenn er sich seinem Vorredner, Heinrich Bedford-Strohm, einfach anschließt. Denn was der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) bei dem, was er als „skandalös und zutiefst beschämend“ nennt, konkret meint, bleibt ungesagt. Es sind lediglich die üblichen Phrasen, die Bedford-Strohm zum besten gibt: Die „Würde und Rechte von Geflüchteten“ seien es, die „an so vielen Orten“ weltweit mißachtet und verletzt würden.

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