Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell


Afghanistan.
Nach drei Jahren Pause wird wieder landesweit gegen Kinderlähmung geimpft. Die Sicherheit bleibt ein Thema. Es ist eines der letzten Länder der Welt, in dem die Kinderlähmung nicht ausgerottet ist. SRF.ch

Australien. Victoria beendet nach 262 Tagen den Lockdown. NPO.nl

Belarus Am liebsten mietet man Flugzeuge aus Irland. TRT.tr

Burkina Faso. Der 27. Panafrikanische Film- und Fernsehfestival von Ouagadougou (Fespaco) wurde eröffnet. Die Eröffnungsfeier des Festivals, das als größtes Filmfestival des Kontinents bekannt ist, fand am 16.10.statt. im Palais des Sports in der Hauptstadt von Burkina Faso, Ouagadougou. Der Generaldelegierte kündigte an, dass nach dem offiziellen Festival im Norden von Burkina Faso eine „Mini-Fespaco“ stattfinden wird, die am stärksten von den dschihadistischen Angriffen betroffen ist, bei denen in sechs Jahren etwa 2.000 Menschen getötet und 1,4 Millionen vertrieben wurden. BBC.uk

China produziert Monsterfilm zum Koreakrieg, Schlacht am Tschangtsching-See. KPCh heuer 100 Jahre alt. China wird als Kinomarkt immer wichtiger – was sich auch nach dem vergangenen Wochenende mal wieder zeigt. Ein chinesischer Kriegsfilm namens „The Battle At Lake Changjin“ (长津湖) wurde zum Hit. In der Mitte der Nullerjahre begann Chinas Aufstieg zur Kino-Macht, an der Hollywood bereits seit Jahren nicht mehr vorbeisehen kann – und die Zahlen des vergangenen Wochenendes belegen es mal wieder. Der Kriegsfilm spielte 237 Mio Dollar ein, das ist mehr, als „Keine Zeit zu sterben“, „Venom 2“ und „Dune“ weltweit zusammen eingenommen haben. Pathetische Kriegs-Epen kommen bei den chinesischen Kinozuschauern bestens an: „The 800“ über den Kampf chinesischer Soldaten gegen eine japanische Übermacht wurde im Corona-Jahr 2020 mit 461 Mio Dollar der weltweit erfolgreichste Film. Auch in „The Battle At Lake Changjin“ wird die chinesische Armee in einer historischen Schlacht als heldenhaft dargestellt: Im Koreakrieg kämpfen die chinesischen Soldaten bei der Schlacht gegen die UN-Armee, die vor allem aus US-Soldaten bestand. Nach der Schlacht in eisiger Kälte zog sich die US-Armee aus Nordkorea zurück. WCRW.us Chinas Astronauten-Trio hat rund sechseinhalb Stunden nach dem Start die Raumstation «Tiangong» (Himmlischer Palast) erreicht. Wie die Raumfahrtbehörde Chinas am 16.10 mitteilte, habe die Kapsel mit der Crew am Kernmodul «Tianhe» (Himmlischer Frieden) der Raumstation angedockt, die sich noch im Aufbau befindet. Dort werden die Astronauten rund sechs Monate leben und arbeiten. Es ist die mit Abstand längste Raumfahrtmission Chinas. Am Freitagabend (MEZ) hoben die Astronauten in der Rakete vom Typ «Langer Marsch 2F» vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan am Rande der Wüste Gobi ab. Neben dem 55-jährigen Kommandeur Zhai Zhigang und dem 41-jährigen Ye Guangfu ist Wang Yaping die erste chinesische Astronautin seit 2013. SRF.ch ● China hat das größte Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt, baut aber auch Gebirgsbahnen. Nach Lhasa‑1 kommt Lhasa‑2. Zum ersten Mal können Reisende in Tibet die bergige Aussicht der Gegend mit hoher Geschwindigkeit genießen. Eine 435 Kilometer lange Bahnstrecke, die die tibetische Hauptstadt Lhasa mit der Stadt Nyingchi verbindet, wurde am 25. Juni in Betrieb genommen und bietet allen 31 Provinzregionen Festlandchinas Zugang zu Hochgeschwindigkeitszügen. Der Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn in Tibet, die als „Dach der Welt“ bezeichnet wird, war keine leichte Aufgabe. Rund 90 % der Strecke, deren Bau sechs Jahre gedauert hat, liegen über 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Strecke Lhasa-Nyingchi verfügt über 47 Tunnel und 121 Brücken – was etwa 75 % der gesamten Strecke ausmacht. Dazu gehört die 525 Meter lange Zangmu-Eisenbahnbrücke, die größte und höchste Bogenbrücke ihrer Art weltweit. Für den Bau der Linie wurden unglaubliche 5,6 Milliarden US-$ ausgegeben. Die neue Strecke Lhasa-Nyingchi ist Teil der Sichuan-Tibet-Eisenbahn, einer 1.740 Kilometer langen Strecke, die Chengdu, die Hauptstadt der Provinz Sichuan, mit Lhasa verbinden und die Reisezeit zwischen den beiden Städten von 48 Stunden auf 13 Stunden verkürzen wird. Der Bau wurde in drei Phasen unterteilt. Der erste Abschnitt – die Chengdu-Ya’an-Eisenbahn – wurde 2018 eröffnet. Lhasa-Nyingchi ist der zweite fertiggestellte Abschnitt. Die Arbeiten an der endgültigen Ya’an-Nyingchi-Eisenbahn begannen 2020 und sollen bis 2030 abgeschlossen sein. Die Lhasa-Nyingchi-Linie ist die erste elektrifizierte Eisenbahn in Tibet. Die bestehende Qinghai-Tibet-Eisenbahn, eine 1142 km lange Strecke mit Diesellokomotiven, wurde 2006 in Betrieb genommen und gilt als die höchste Zugstrecke der Welt. CRI.cn

Deutschland. Die Frankfurter Buchmesse ist eine internationale Buchmesse, die im Oktober auf dem Gelände der Messe Frankfurt stattfindet. Sie wurde 1949 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegründet. Heuer vom 20.–24.10. Für das allgemeine Publikum ist die Messe ab Freitag, 22.10., 14 Uhr geöffnet. Pro Messetag stehen 25.000 Tickets zur Verfügung. Die Messe wird also mit maximal 125.000 Besuchern etwas kleiner ausfallen als in vergangenen Jahren. SWR.de ● Irmgard Furchner (96) hatte 1943–45 im KZ Stutthof bei Danzig mit 18 als Schreibkraft gearbeitet. Dort soll sie in der Kommandantur von den Vorgängen im Lager gewusst haben. Deshalb wird ihr ab 19.10. in Itzehoe (Schleswig) der Prozess gemacht. Am 30.9. war sie ausgebüchst. Der Prozess soll ein Jahr dauern. Sie dürfte 2–5 Jahre ausfassen. Linke applaudieren. Mitte und Rechte finden, man muss einen Strich ziehen. SRF.ch

Frankreich entschuldigt sich für das Vorgehen in Paris 1961 mit hunderten toten Algeriern. Am 17. Oktober 1961 wollten rund 30.000 Menschen friedlich für die Unabhängigkeit Algeriens demonstrieren. Im Massaker von Paris schlug die Polizei diese Demonstration gewaltsam nieder; mindestens 150 Demonstranten wurden getötet. SRF.ch ● Valneva arbeitet an einem Totvakzin gegen Corona, das im Januar rauskommt. ORF.at ● Der Sacharow-Preis für geistige Freiheit (auch EU-Menschenrechtspreis genannt) wird seit 1988 vom EU Parlament an Persönlichkeiten verliehen, die sich für die Verteidigung von Menschenrechten und Meinungsfreiheit einsetzen. Der Preis ist nach Andrei Sacharow benannt und mit 50.000 Euro dotiert. Er wird jährlich in Strassburg verliehen. Nawalnys Engagement, den Machtanspruch des Kreml kritisch infrage zu stellen, wurde am 20.10. mit dem Sacharow-Preis geehrt. SRF.ch

Griechenland. Der Streit um Hoheitsrechte in der Ägäis zwischen Türkei und Griechenland ist am 20.10. eskaliert. Zwei türkische F‑16-Kampfbomber überflogen die bewohnten griechischen Inseln Lipsi und Inousses. SRF.ch

Großbritannien. Neue Delta-Plus Mutante von Covid 19 entdeckt, auch in USA und Dänemark. BBC.uk

Israel. Mehrere Cyberangriffe auf israelische Krankenhäuser wurden am Wochenende vereitelt, SRF.ch

Italien. Am 18.10 um 15 Uhr haben die Wahllokale für die Bürgermeisterstichwahlen in 65 Gemeinden geschlossen. In Rom liegt Roberto Gualtieri vom Mitte-Links-Bündnis vorne. Auf Gualtieri entfallen 59,9 % der Stimmen. Der Kandidat von Mitte-Rechts, Enrico Michetti kommt auf 40,1 %. Auch in Turin liegt der Kandidat von Mitte-Links vorne. Sowohl Turin als auch Rom waren bisher von Bürgermeisterinnen der Fünf-Sterne-Bewegung regiert worden. In Triest hingegen liegt Mitte-Rechts vorne. Gewählt wurde auch in Varese, Savona, Latina, Benevento, Caserta, Isernia und Cosenza. 5 Mio Wähler, WB 45 %. Stimmen wanderten von rechts zur Mitte und nach links.RSI.ch ● Zum 700. Todestag von Dante Alighieri zeigt eine große Ausstellung in Rom Gemälde aus der Hölle – Kunst, die sich von Dantes«Göttlicher Komödie» inspirieren ließ. Die Kunstausstellung «Inferno» ist vom 15.10.2021- 9.1.2022 in der Scuderie del Quirinale in Rom zu sehen. SRF.ch Japanischer Vulkan Aso ist ausgebrochen. Im Südwesten des Landes speit der Vulkan Aso Gesteinsbrocken und Asche. Die Behörden warnen davor, sich ihm zu nähern. SRF.ch

Kap Verde Inseln. Der kolumbianische Geschäftsmann Alex Saab wird beim Auftanken seines Flugzeugs festgenommen und nach USA entführt, wo er vor Gericht kommt wegen Geldwäsche und Verstoß gegen Irangesetz. Er ist ein Berater des venezolanischen Präsidenten Maduro. Saab, der lange Zeit als Frontmann von Maduro galt, war auf dem Weg in den Iran, um über verschiedene Lieferungen für das venezolanische Regime zu verhandeln. Die kolumbianische Regierung hat das Vermögen von Saab eingefroren und 2018 einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Mexiko setzt Flüchtlingsgespräche aus. SRF.ch

Kreta Erdbeben 6,1 am 19.10. morgens. SRF.ch Lettland ist wieder im Lockdow. SRF.ch

Libyen.Muammar Mohammed al-Gaddafi (geb. معمر القذافي 7.6.1942 bei Sirte – gest. ebendort 20.10. 2011). Am 1. September 1969 inszenierten die Freien Offiziere für Einheit und Sozialismus einen Staatsstreich. Der alte König Idris, der sich zu dieser Zeit in der Türkei aufhielt, um sich medizinisch behandeln zu lassen, wurde einen Tag vor der Nachfolge seines Cousins ​​Hasan as-Senussi abgesetzt und die Libysche Arabische Republik ausgerufen. Am 8. September 1969 wurde Gaddafi zum Vorsitzenden des Revolutionsrates. Am 20.10.2011 startete die NATO einen Bombenangriff auf 11 Militärfahrzeuge, die Teil eines Konvois von insgesamt 75 waren. Dieser Konvoi verließ Sirte „mit hoher Geschwindigkeit“ und wurde als „erhebliche Gefahr“ für die lokale Bevölkerung angesehen Nach der Bombardierung brach am Boden ein Feuergefecht aus, später am Tag meldeten die neuen Machthaber in Libyen, dass Gaddafi festgenommen worden sei, stellen jedoch fest, dass Gaddafi lebend in die Hände der Rebellen gefallen ist. Vielleicht kam es kurz darauf zu einem Feuergefecht. TRT.tr

Myanmar lässt Demonstranten frei. SRF.ch

Niederlande. Am 18.10. findet die Vorverhandlung im Strafverfahren gegen Tatverdächtige der Erschießung von Peter R. de Vries statt. Er wurde am 6.7. erschossen. Als Journalist erklärte er auf RTL Boulevard Kriminalfälle NPO.nl

Nordkorea feuerte Anfang Woche nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete von einem U‑Boot ab. Wenn das Regime in Pjöngjang tatsächlich dazu imstande ist, wäre das strategisch ein gewaltiger Schritt. Der UNO-Sicherheitsrat nimmt die Entwicklung so ernst, dass er sich nun zu einer Dringlichkeitssitzung traf. Nordkorea mag wirtschaftlich am Abgrund stehen. Eine neue Hungersnot droht. Doch das Regime treibt sein Atomwaffenprogramm mit «voller Kraft» voran, wie es Rafael Grossi, Chef der UNO-Atombehörde IAEA, ausdrückt. Der Test vom vergangenen Montag (18.10), von einem Uralt-U-Boot aus, reihe sich ein in eine Serie von Provokationen, klagte die irische UNO-Botschafterin Geraldine Byrne Nason stellvertretend für die EU-Länder. Ihre amerikanische Amtskollegin Linda Thomas-Greenfield sprach von inakzeptablen Tests, die zahlreiche UNO-Resolutionen verletzten. Vermag Nordkorea tatsächlich jetzt schon oder bald atomar bestückte Raketen von U‑Booten aus zu lancieren, würde es seinen Handlungsspielraum gewaltig erweitern. Es könnte selbst dann noch Atomsprengköpfe von irgendwo im Ozean abfeuern, wenn seine Militäranlagen ausgeschaltet würden und das Land besetzt wäre. Die USA möchten nun Gespräche mit Pjöngjang und hegten keine feindlichen Absichten. Solche Gespräche will indes Kim Jong-un nicht. Er verlangt vorab die Aufhebung der Sanktionen, ohne im Gegenzug die nukleare Abrüstung anzubieten. Das Regime sieht, wie es heute früh trotzig erklärte, keineswegs seine eigenen Raketentests als Provokation, vielmehr, dass viele Staaten diese Tests als Sanktionsverletzung und als Provokation kritisieren. Am Ende seiner Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen entschied der UNO-Sicherheitsrat nichts. Zum einen fehlt die Einigkeit. Zum andern hat niemand ein Erfolgsrezept. Selbst US-Botschafterin Thomas-Greenfield sieht zusätzliche Sanktionen nicht als Lösung. Die UNO habe bereits genug Sanktionen verhängt, sagt sie. Der UNO-Sicherheitsrat ist in der Nordkorea-Frage derzeit hilflos. Das Kim-Regime kann seine nukleare Aufrüstung weiter forcieren – und profitiert dabei von der Zerstrittenheit der Großmächte. Fredy Gsteiger, Diplomatischer Korrespondent, SRF.ch

Polen demonstrerieren am 17.10. gegen Immigrationsrecht, wo es um die Belarusflüchtlinge geht. Mehrheit für neues Gesetz.SRF.ch ● Polen fordert die EU auf sich wieder auf Adenauer, Schuhmann, de Gasperi zu besinnen. RPI.pl

Russland. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt hatte sich ein russisches Filmteam auf der internationalen Raumstation ISS aufgehalten – rund 35 Minuten eines Spielfilms wurden auf der Station gedreht. Am 17.10. nun kehrte die Crew nach zwölf Drehtagen sicher zur Erde zurück. Die Sojus-Kapsel mit der Schauspielerin Julia Peressild und dem Regisseur Klim Schipenko an Bord ist in der Steppe Kasachstans in Zentralasien gelandet. SRF.ch

Schweiz. Orkanböen fegen am 21.10. mit bis zu 130 km/h über die Schweiz. ● Der Wunsch-Jet des Bundesrats gehört zu den Lautesten. Erfahrungen aus Holland zeigen: Anwohner leiden unter dem F‑35.. ● Stände trotz Corona. Mit Pre-Check, Bändeli und Zertifikat an die Basler Herbstmesse. SRF.ch ● Das Unternehmen Junkers lässt in der Ostschweiz die beiden Flugzeugklassiker F 13 und A 50 Junior wieder aufleben. Sie war das erste Passagierflugzeug, das vollständig aus Metall gefertigt wurde, 1919 hob sie in Dessau zu ihrem Jungfernflug ab: Die F 13 von Flugzeugbauer Hugo Junkers, auch bekannt als die ältere Schwester der «Tante Ju», der JU 52. Wie Hugo Junkers hat auch Dieter Morszeck Erfolg und Vermögen dem Aluminium und einer findigen Idee zu verdanken. Morszecks Vater hatte die berühmten und leichten Aluminium-Koffer erfunden und das Unternehmen Rimowa gegründet. Morszeck, selbst Pilot und ein Freund der Luftfahrt, gründete schließlich zunächst die Rimowa Flugzeugwerke AG mit Sitz in Dübendorf. Später wurde die Firma – mit Erlaubnis der Junkers-Erben – in Junkers Flugzeugwerke AG umgetauft. Seit gut einem Jahr befindet sich der Firmensitz im St. Gallischen Widnau – dort wird konstruiert und verwaltet. Im rund 20 Kilometer entfernten Altenrhein findet die Endmontage der Flugzeuge statt. Ursprünglich sei nur eine Nachbildung der F 13 geplant gewesen. Mittlerweile wird die F 13 aber auf Bestellung angefertigt. Exklusiv und von Hand: «Die Maschine wird so produziert, wie der Kunde das möchte. Eine Serienproduktion wird es nicht geben. 2.5 Millionen Franken kostet ein Stück, Sammler warten bei diesem Preis gerne Jahre darauf, bis die Maschine fertig ist. «Eine ist vor zwei Monaten in die USA verschifft worden, jetzt arbeiten wir an der vierten Maschine».SRF.ch

Slowakei.Die slowakische Sängerin Edita Gruberová verstarb am Montag im Alter von 74 Jahren in Zürich. Die Sopranistin stand bis 2019 während mehr als 50 Jahren auf der Bühne. Sie galt als die «Königin der Koloratur» Gruberova kam 1946 in Bratislava zur Welt. Dass sie auf der Bühne umjubelt werden würde, war ihr nicht in die Wiege gelegt: Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Der Vater trank, zur Mutter entwickelte sie ein enges Verhältnis. Ihre Flucht aus der oft harten Realität war das Singen – zu Hause, im Schulchor und im Rundfunkkinderchor. Von 1961 bis 1968 studierte Gruberova am Konservatorium in Bratislava. Danach ging es steil nach oben: An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1970 in Mozarts «Zauberflöte» als Königin der Nacht. Ihr internationaler Durchbruch war 1976 die Rolle der Zerbinetta in «Ariadne auf Naxos» von Richard Strauss. RSI.sk

Spanien. In keinem andren Land gibt es >300000 Prostituierte. Die Regierungspartei PSOE will das nun ändern. Denn die Prostitution «versklave» Frauen, sagte Regierungschef Pedro Sánchez am Jahrestag seiner Partei. Bisher ist Prostitution in Spanien weder verboten noch erlaubt. Zur Diskussion steht das Modell von Schweden, wo sich nicht die Sexarbeiterinnen strafbar machen, sondern die Freier. Mehr: im News Plus. SRF.ch

Syrien. Zwei Jahre lang wird in Genf bereits um eine neue Verfassung für das Bürgerkriegsland gerungen. Ab 18.10. soll konkret am Text einer neuen Verfassung gearbeitet werden. Seit Januar gab es in Genf kein einziges Treffen mehr zwischen den syrischen Unterhändlern, also den Vertretern der Regierung, jenen der Opposition und einer dritten Gruppe, welche die Zivilgesellschaft vertritt. Doch jetzt beginnt unter Leitung des UNO-Friedensvermittlers Geir Pedersen (NO), der Verhandlungsprozess erneut. Seit 2011 herrscht Krieg. Man habe, so freut sich Pedersen, einen Konsens erreicht. Und zwar darüber, gemeinsam und konkret anzufangen, an einem Verfassungstext zu arbeiten. Liegt einmal ein Verfassungsentwurf vor, soll die syrische Bevölkerung darüber abstimmen. Anschließend sind Neuwahlen geplant, und zwar unter UNO-Aufsicht. Der Weg dahin bleibt lang und steinig. Dass nun, nach jahrelanger Totalblockade, wenigstens etwas Bewegung in die Gespräche kommt, hat mit dem erfolgreichen Lobbyieren von Geir Pedersen in Moskau zu tun. Russland steht nach wie vor entschieden hinter Diktator Baschar al-Assad, hat nun aber offenbar seinen Einfluss genutzt, um diesen zu etwas mehr Flexibilität in Genf zu bewegen. ● US Sanktionen bleiben. SRF.ch

Tschechien. Premier Babiš übernimmt Funktionen vom arbeitsunfähigen Präsidenten Zeman. ORF.at

Türkei könnte LKW-Fahrer nach Europa schicken, doch erkennt die EU die türkischen und russischen Impfstoffe nicht an. ● Osman Kavala (* 1957 in Paris) ist ein türkischer Milliardär. Er sitzt seit 2017 wegen seiner Rolle bei regierungskritischen Protesten. Kurz nach seinem Freispruch 2020 wurde er erneut verhaftet. Am 8.10.2020 forderte die türkische Staatsanwaltschaft eine „verschärfte“ lebenslange Haftstrafe gegen ihn und veröffentlichte in Istanbul eine Anklageschrift. Darin werden ihm eine Beteiligung am Putschversuch von 2016, der „versuchte Sturz der Regierung“ und „politische Spionage“ vorgeworfen. 10 Botschafter forderten Präsident Erdoğan auf ihn sofort freizulassen. Die Türkei ist aber ein Rechtsstaat und die Gerichte legen das Strafausmaß fest. Kavala gehört zum engsten Freundeskreis von Georg Schwartz (Soros). Den Diplomaten droht die Ausweisung. TRT.tr

Ungarn. Am 20.10.1921 um 16:30 landet in Dénesfa eine Junkers F 13 aus der Schweiz (die Károly Kapelle erinnert daran). An Bord der letzte König. Es ist der zweite Versuch wieder an die Macht zu kommen. Zu Ostern war er gescheitert. Er ernennt eine neue Regierung. General Baron Anton von Léhar wird Heeresminister. In allen Städten und Dörfern spielt Musik, gibt es Paraden und Gottesdienste. Nachdem Ungarn 1918 Republik geworden war, später Räterepublik unter Béla Kún, war wieder ein Königreich ausgerufen worden, das es bis 1947 blieb. Am 24.10. beginnt in Budaörs Blut zu fließen. Karl gibt um 8 Uhr früh seinen Thronbesteigungsversuch auf. Nach Internierung im Benediktinerstift von Tihány am Plattensee, bringt die britische Besatzungsmacht Karl und Zita zuerst ans Schwarze Meer und dann auf der HMS Cardiff nach Madeira, wo sie in der Villa eines befreundeten Bankiers wohnen können. Reichsverweser Miklós Horty regiert bis 1947. Eduard Beneš hatte in Prag bereits mit Krieg gedroht, sollte Karl in die Burg in Buda ziehen. Karl galt als König von Böhmen und Ungarn und Kaiser von Österreich. ORF.at

USA. Facebook arbeitet am 3D-Internet Metaverse. ● Mit der NASA Sonde «Lucy» ist erstmals ein Raumfahrzeug zu den Asteroiden des Jupiters aufgebrochen. Die Mission ist auf 12 Jahre angelegt. Gestartet ist «Lucy» am 16.10. von Cape Canaveral, mithilfe einer «Atlas V»-Rakete. «Lucy» soll 6.5 Milliarden km zurücklegen. Die >14 Meter lange Sonde, die mit Solarbatterien betrieben wird, soll an sieben der sogenannten Jupiter-Trojaner eng vorbeifliegen: Eurybates, Queta, Polymele, Leucus, Orus, Patroclus und Menoetius – alle benannt nach Figuren aus «Ilias» von Homer. ● Ex-Außenminister Colin Powell am18.10. im Alter von 84 Jahren in Bethesda (MD) an Krebs gestorben. SRF.ch

Welt. Tag gegen Menschenhandel 18.10. ORF.ch


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