Kommentar zu Mehrheit in Nordrhein-Westfalen lehnt Öffentlich-Rechtliche ab von Carsten Schulz

Ich glaube, die Verantwortlichen beim ÖR Rundfunk haben den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt. In den ersten 3 Jahrzehnten der alten BRD hatte der Staat beim Rundfunk wie übrigens auch bei der Telekommunikation ein Monopol. Damals war es wirklich gut, den Rundfunk in öffentlich rechtlicher Hand und damit unabhängig von der Regierung zu haben. Die Erinnerung an den Goebbels-Rundfunk war noch frisch. Aber heute ist die Lage diametral anders. Die Medienlandschaft ist vielfältig und im ursprünglichen Sinne des Wortes bunt. Der ÖR Rundfunk kann hier ein Player sein, muss es aber längst nicht mehr. Er ist definitiv längst nicht mehr so wichtig wie zu Zeiten der alten BRD. Die Vertreter des ÖR Rundfunk machen aber genau so weiter, als hätten es diese fundamentalen Veränderungen nicht gegeben. Die Zustimmung der Politik erkaufen sie sich durch blinde Ergebenheit gegenüber dem linksgrüngelbschwarzen Parteienkartell. Noch funktioniert das. Aber die Zeit läuft erbarmungslos ab, denn irgendwann kann man die Realitäten der heutigen Medienwelt nicht mehr in der Wagenburg eines Monopols ignorieren.

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