Der Energiebedarf will nicht sinken – warum wohl?



Steigender Wohnungbedarf durch Migration treibt den Energiebedarf (Foto:Imago)

Alle überschlagen sich geradezu in Sachen Klima: Die Parteien überbieten sich, Gesetze wurden auf den Weg gebracht und weitere sind in der Pipeline. Milliardenschwere Klimaschutzprogramme wurden aufgelegt. Die Kommunen stellen Klimabeauftragte ein, es bedarf Geldbewilliger, Geldverteiler und Handwerker, die das alles realisieren, Kontrolleure einschließlich der Finanzbeamten, die für die „richtige“ Verwendung der Mittel sorgen, und alle Maßnahmen müssen auch noch „evaluiert“ werden. Neben der Legislative und Exekutive lässt sich auch die Judikative nicht lumpen: „Umweltsünder“ werden inzwischen härter bestraft als Gewaltverbrecher.

Die Hausbesitzer nahmen viel Geld in die Hand – eigenes und steuerfinanziertes – und steckten es in energetische Maßnahmen, insbesondere die Gebäudeisolierung. Anscheinend half es bislang nicht viel. Ob es anders wird, wenn erst einmal die Wohnungen verstaatlicht sind? Die Berliner wollen es jedenfalls wissen.

Dämmung alleine reicht nicht„, titelt nicht nur meine Regionalzeitung, sondern auch so manches Fachportal, und klagt: „Trotz aller Wärmesanierungen von Wohngebäuden geht der Heizungsverbrauch in Deutschland nicht zurück.“ Es stimmt: In den Nullerjahren, zwischen 2000 und 2010, war der Heizenergiebedarf noch rückläufig. Seither stagniert der Verbrauch pro Quadratmeter und steigt absolut. Der eigentlich technisch beschlagene Autor zerbrach sich bereits in einer früheren Veröffentlichung den Kopf darüber, ob die Schlafzimmer zu warm seien oder ob die Leute gedankenverloren „zum Fenster hinaus“ heizen. Mein damaliger Artikel schloß mit den Worten: „Es gibt Untersuchungen, wonach viele Menschen sparsamer heizen, wenn sie die Abrechnung während der Heizperiode bekommen und nicht im Sommer.“ Die Frage stellt sich: Sollen Vermieter wirklich Erzieher spielen, indem sie Rückzahlungen im Sommer vornehmen, aber Nachzahlungen erst im Winter erheben, damit es richtig weh tut?

Nachzahlungen erst im Winter?

Hier eine ganz andere Erklärung für das Problem: Die Bevölkerung Deutschlands wuchs – im Gegensatz zum deutschen Volk – in den letzten zehn Merkel-Jahren um drei Millionen Menschen entsprechend rund 3,5 Prozent. Zur Bewältigung dieser Bevölkerungsentwicklung wurden im gleichen Zeitraum immerhin zwei Millionen neue (!) Wohnungen gebaut – im Schnitt also rund 200.000 Einheiten pro Jahr Jahr (einmal waren es auch 300.000). Der  Zuwachs an Wohnungen lag in diesen zehn Jahren bei 4,6 Prozent und damit sogar über dem Bevölkerungswachstum (die Wohnfläche nahm sogar 5,6 Prozent zu, weil es mehr Singlehaushalte gibt). Trotzdem fehlen weiterhin Wohnungen – und die immer weitere Zuwanderung macht es nicht besser. Auch die Wohnfläche pro Kopf hat in der fraglichen Zeitspanne zugenommen, wenn auch „nur“ um zwei Prozent; sie beträgt jetzt 47 Quadratmeter pro Kopf.

Nehmen wir einmal an, die „Merkelgäste“ kämen, quasi zum Eingewöhnen, mit nur der Hälfte dieser Fläche zurecht, sobald sie nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften leben, dann ergibt sich folgende Rechnung: Je „Neubürger“ müssen dann immerhin 56 Kubikmeter Wohnraum zusätzlich beheizt werden (vielleicht brauchen manche von ihnen es im Winter auch etwas wärmer als unsereins, da sie ja aus dem wärmeren Süden kommen, dann wird es sogar mehr). 3 Millionen zusätzliche Bewohner mal 56 Kubikmeter ergibt 168 Millionen Kubikmeter zusätzlich zu beheizender Wohnraum! Das entspricht bei einem gedachten Quadratmeter Grundfläche der Säule mit einer Höhe der halben Entfernung bis zum Mond.

Binsenweisheit: Mehr Neubürger, mehr Heizbedarf

Und da wundern sich welche, dass der Heizungsverbrauch mit seinem notorischen CO2-Ausstoß partout nicht sinken will! Selbst wenn die Häuser statt 16 Zentimeter dicker Isolierung fortan 20 Zentimeter dick eingepackt würden, könnte dies energetisch den Zubau infolge der Zuwanderung nicht ausgleichen. Derartige Rechnungen werden von unseren Politikern allenfalls über den Daumen vorgenommen – und von den Grünen wohl überhaupt nicht. Sonst würden sie nicht hemmungslos für eine weitere Zuwanderung plädieren, die ihre eigenen deutschen Klimaziele konterkariert.

Es geht aber auch ums Wasser – besonders um warmes Wasser: Bereits vor fünf Jahren Im Schnitt wurden in Deutschland täglich rund 123 Liter pro Person an Trink- und Warmwasser im Haushalt verbraucht. Weitere 3.900 Liter Wasser pro Tag wurden für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern verwendet – darunter für die Bewässerung von Obst, Gemüse und Getreide. 3 Millionen zusätzliche Menschen brauchen somit täglich 12 Millionen Kubikmeter Wasser mehr. Die Förderung und Aufbereitung dieses Wassers benötigt ebenfalls Energie.

Auch der Neubau der jährlich hunderttausenden Wohnungen selbst ist energieintensiv – insbesondere mit Beton, aber auch mit anderen Baustoffen. Ebenso ist die Herstellung des aufwändigen Isoliermaterials energieintensiv – und viel Energieverbrauch emittiert viel CO2, das ja als „Klima-Gas“ gilt und schuld am Weltuntergang sei (was  aus Sicht der FFF-Generation auf das Konto ihrer Eltern gehe, nicht jedoch auf ihr eigenes und das ihrer neuen bunten Freunde).

Mehr journalistische Fachkräfte nötig

Hat schon einmal jemand errechnet, wie viele Windräder und Quadratkilometer Photovoltaik erforderlich sind, um eine Million mehr Menschen zu beherbergen und zu versorgen? Ach ja, dafür sollen jetzt zwei Prozent von Deutschlands Fläche abgezweigt werden. Aber wo sollen dann die Zuwanderer wohnen, die immer mehr werden – durch Neumigranten, Familiennachzug und hohe Fortpflanzungsrate? Die Landwirtschaftsflächen werden für deren Ernährung gebraucht. Doch es gibt Schlaumeier, die auch dafür eine Lösung parat haben: Wir bräuchten angeblich ausländische Fachkräfte – bis hin zu Wissenschaftlern, die für uns tätig werden sollen und alles besser können als wir Einheimische. Die „neu Hinzugekommenen“ sollen also selbst die Lösungen für die durch sie bedingten Probleme ertüfteln. Womit sich der Teufelskreis schließt.

Auf einem Gebiet wäre den „Fachkräfte-Theoretikern“ ja durchaus zuzustimmen: Wir bräuchten in der mehr Journalisten von außen, die nicht an der typisch deutschen Blickverengung leiden (wie eingangs erwähnt) oder stur daran glauben, dass ein sparsameres Heizverhalten der Leute die Lösung für alle Probleme sei. Müssen wir nur lange genug für die Merkelgäste frieren, bis der durch sie ausgelöste Mehrbedarf an Energie kompensiert wird?

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