Kommentar zu Rücktritt des Bundesbankpräsidenten: Katastrophenalarm für unser Geld von Franz O

weil sie unweigerlich zur Inflation führen könnte“
Werter Herr Tichy, dieser Satz ist etwas eigenartig. Dass „etwas unweigerlich sein könnte“ hört man sonst nur von Frau Merkel und Konsorten. Mir ist klar, welcher Gedanke dahinter steht. Dass monetäre Inflation zu Preisinflation führt halte ich ja auch für sicher (Sonst wäre ich wohl nicht hier). Formal bewiesen ist es wohl aber nicht. Wenn ich mit meinem begrenzten Wissen die Vorgänge der letzten Jahrzehnte sowie Wochen zusammenfassen soll, dann sieht das in etwa so aus:

  • Die Geldmenge wurde ständig erhöht.
  • Der Großteil davon ist aber unter das „Kopfkissen“ gewandert und wurde dem Markt effektiv enthalten. Eigentlich sollte die Geldmengenerweiterung den Konsum und die Kaufkraft befördern (Auch bekannt als keynesianistischer/sozialistischer Unfug). Das Geld hat sich allerdings konzentriert und die Empfänger haben nicht investiert, es für den Markt nicht „freigegeben“ und es geparkt.
  • Dadurch Verhinderung von Preisinflation durch Marktkräfte.
  • Aus nicht näher zu benennenden Gründen (Es ist Rotchina) kommt es jetzt zum ersten Mal zu einer Güterverknappung. Weil das ganze Geld auf Halde lag können diejenigen, die es über haben, während des Zustands von Gütermangel beliebig hohe Preise zahlen.
  • Der Preis wird nun aufgrund der Kauftätigkeit eskalierend nach oben getrieben. Nicht nur wegen des Mangels an sich, sondern auch wegen eines inneren Wettbewerbs der Käufer mit überschüssiger Kapitalmenge, welche sie vorher eigentlich gar nicht gebraucht haben.
  • Die fehlende Inflation kommt. Wer keine überschüssige Kapitalmenge hat, hat ein Problem.

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