Grundeinkommen, Klimaschutz und »Zero-COVID«: Papst Franziskus unterstützt alles

Der Vatikan war letzte Woche Gastgeber einer Konferenz, die eine Reihe von Politikern, Wirtschaftsführern und Ökonomen zusammenbrachte, von denen viele Ansichten der kirchlichen Lehre diametral entgegengesetzt sind, um sogenannte »ganzheitliche Lösungen für die COVID-19-Pandemie und die Klimakrise« vorzuschlagen, wieEdward Pentin im National Catholic Register berichtete.  
Die Organisatoren der Konferenz »Healing Patient Europe« vom 7. bis 8. Oktober wollten erörtern, wie die Leugnung der »Existenz« des COVID-19-Virus und der »katastrophalen Folgen«, die darauf folgten, einen ähnlichen Präzedenzfall für einen »verschärften Klimazusammenbruch, die Migrationskrise, den Mangel an Solidarität zwischen den Generationen und den verschärften Wettbewerb um schrumpfende Ressourcen« schaffen könnte.
Im Mittelpunkt der Konferenz, die nicht angekündigt wurde und über die ungewöhnlicherweise nicht live in den sozialen Medien berichtet wurde, stand die Förderung einer gerechteren Verteilung der Ressourcen und die Ablehnung einer Politik, die der Wirtschaft Vorrang vor den Menschen einräumt, insbesondere während der COVID-19-Notlage – die Papst Franziskus als »viralen Genozid« bezeichnet hat.
In diesem Sinne war eine zentrale Idee, die von der Vereinigung »Europa, ein Patient« diskutiert und unterstützt wurde, das universelle Grundeinkommen (UBI). Der Vorschlag, dem Papst Franziskus wohlwollend gegenübersteht, würde nach seinen Worten auf eine »bedingungslose Pauschalzahlung an alle Bürger hinauslaufen, die über das Steuersystem gezahlt werden könnte«.
Die Befürworter des UBI, zu denen der Sozialist und ehemalige Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, das UN-Entwicklungsprogramm und das Weltwirtschaftsforum (insbesondere durch sein Projekt des Great Reset) gehören, argumentieren, dass insbesondere angesichts des COVID-19-Ausbruchs die Gelegenheit ergriffen werden sollte, um es in die Praxis umzusetzen.
Auf der Konferenz in dieser Woche wurde das UBI »als Alternative zu den wachsenden Bankeinlagen des Großkapitals« vorgeschlagen und könnte zu einer Erneuerung des »Sozialvertrags zwischen den europäischen Institutionen und den europäischen Bürgern« beitragen.
Die Organisatoren der Konferenz schlugen auch eine Reihe anderer, oft als sozialistisch angesehener politischer Maßnahmen vor, die ihrer Ansicht nach der europäischen Wirtschaft helfen sollen, »nachhaltige Bedingungen« für den »durch den Klimazusammenbruch gefährdeten Planeten« zu schaffen. Eine Frage, die aufgeworfen wurde, war, ob der Europäische Green Deal, eine Reihe von politischen Initiativen der Europäischen Union, die darauf abzielen, Europa im Jahr 2050 klimaneutral zu machen, weit genug geht.
Weitere Diskussionspunkte waren die zugängliche Gesundheitsversorgung und der Vorstoß für eine flächendeckende Verteilung von Impfstoffen, um »Null-COVID« zu erreichen – ein Vorschlag, der nach Ansicht von Kritikern zu einer »lebenslangen Auffrischungsimpfung« führen wird, um das Ziel der vollständigen Ausrottung von COVID-19 zu erreichen.

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