James Bond: War Sean Connery der Vergewaltiger 007?

Im „SPIEGEL“, dem Fachblatt für Nivellierungen aller Art, ist zu lesen, daß der James Bond der Sechziger Jahre, damals gespielt von Sean Connery, „kritisch“ zu sehen sei. Behauptet habe solches der Regisseur des aktuellen Bondfilms. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

„Keine Zeit zu sterben“ heißt er. Der Film heißt so. Der Name des Regisseurs war irgendetwas mit „Fucku“. Ah ja, Fukunaga, hier steht´s: Cary Fukunaga. Ganz ein Woker, der Regisseur des neuen Bondspektakels. So woke, daß er sich seinen Nachnamen hätte ändern lassen, wenn der vorher auf Fukunega gelautet hätte, wahrscheinlich. Cary der Moviewokie behauptet, wie Sean Connery in den Sechziger Jahren den Agenten seiner Majestät gespielt habe, sei ein derartig sexistisches Unding 007 gewesen, daß es heute nicht mehr durchginge. Und das klingt nicht so, als würde es FuckuFukune … Fukunaga bedauern. Einerlei. Der neue James Bond hat keine Zeit zu sterben und die Conneryfans haben keine Zeit, ins Kino zu gehen.

In einem Gespräch mit dem Magazin „Hollywood Reporter“ habe der woke Carly geäußert, heißt es im „SPIEGEL“,  daß Sean Connerys Version des Agenten seiner Majestät – „im Grunde ein Vergewaltiger“ – gewesen sei. Da ist ihm etwas Bemerkenswertes aufgefallen. Bisher war das vermutlich deshalb übersehen worden, weil sich kaum jemand dafür interessiert hat, was ein spektakulärer Weltenretter und Bösewicht-Töter außerdem noch gewesen sein könnte. Wie kam also der feminismusbehinderte Östrogenalvenerant aus der Filmbranche darauf, daß Sean Connery nur nebenher Bösewicht-Töter gewesen sein könnte, „im Grunde“ aber ein Vergewaltiger? Seine bahnbrechende Erkenntnis macht er „im Grunde“ an gewissen Filmszenen aus den Sechziger Jahren fest.

Der „SPIEGEL“: „Cary Fukunaga bezieht sich offensichtlich auf eine Szene in »Feuerball« (»Thunderball«) von 1965, in der Connerys Bond eine Krankenschwester (gespielt von Molly Peters) gewaltsam küsst, die seine Annäherungsversuche zuvor zurückgewiesen hat. In einer späteren Szene schlägt Bond vor, Informationen zu verschweigen, die sie ihren Job kosten könnten, wenn sie mit ihm schläft. »Ich nehme an, mein Schweigen könnte einen Preis haben«, sagt er. Die Frau weicht zurück und sagt: »Du meinst nicht … oh nein«, bevor Bond »Oh ja« antwortet, sie in eine Sauna schubst und sich auszieht.„. Dann fällt dem zeigeistigen Filmrollenfiffi 007 ein, daß es entweder „Goldfinger“ oder „Feuerball“ gewesen sein muß, Bondfilme, in denen sich gar Erschröckliches zugetragen hat: „Sie sagt ›Nein, nein, nein‹ und er sagt ›Ja, ja, ja‹. Das ginge heute nicht mehr.“ – Da kann man mal sehen, zu welchen Katastrophen es kommen kann, wenn unmajestätische Krankenschwestern majestätische Agenten duzen. Hätte die cineastische Krankenpflegeperson „Sie meinen nicht … oh nein“ – anstatt – „Du meinst nicht …“ gesagt, hätte Connery vermutlich gewantwortet: „Wie Sie wollen, Gnädigste. Dann verlieren Sie eben Ihren Job.“ – und alles wäre recht woke und korrekt abgelaufen.

Da sieht man einmal, wohin das führt, wenn schlechterzogene Krankenschwestern majestätische Agenten duzen. Da scheint es seit jeher richtige Proletenschlampen zu geben. Heutzutage duzen sich alle die ganze Zeit, ohne daß jemand über die Vergewaltigungsgefahren nachdenkt, die sie dadurch heraufbeschwören. O tempora o mores.

Aber gut, Krankenschwestern lügen bekanntlich seit jeher, wenn sie in der Sauna einmal ordentlich durchgebürstet werden wollen. Auf einer ganz anderen Ebene und in einem anderen Zusammenhang ist dieses merkwürdig respektlose Verhalten gut dokumentiert, z.B. bei Pfarrerstöchtern. Wenn die sagen, daß es keine Schuldenunion geben wird, darf man sich getrost schon einmal ausziehen und seinen Geldbeutel mit abgeben. Da meckert niemand, auch kein Regisseur. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, daß man Frauen glauben darf, die „Nein“ sagen. Das wäre ein bißchen naiv.

Es ist überhaupt alles sehr merkwürdig geworden. Früher sind noch alle ansehnlichen Frauen froh darüber gewesen, daß sie über ein Körperteil verfügten, mit dem sie wieder gutmachen konnten, was sie vorher verbockt hatten. Weil ihnen großzügige Männer eine solche Notlösung zugebilligt haben. Erst, als solche sozialistischen Hirngespinste wie die Gleichheitsidee populär geworden waren, fühlten sich plötzlich die unansehnlichen Frauen vom Idealismus getriggert und haben behauptet, wenn sie selbst nichts hätten, womit sie gutmachen können, was sie vorher verbockt hatten, dürfe eine derartige Vergünstigung auch sonst keiner Frau gewährt werden. Wegen der Chancengleichheit, vermutlich. Ein Drama, das an Unmenschlichkeit kaum noch zu überbieten ist. Und die Krankenschwester 007 im Bondfilm hatte offensichtlich etwas verbockt, andernfalls ihr der Agent seiner Majesät nicht seinen Goldfinger als Wiedergutmachungshilfe angeboten hätte, ein Angebot also, auf das sie mit einem „Nein!“ freudig auf … äh … einsteigen konnte. In der Sauna. Hätte die hilfsbedürftige Krankenpflegeperson im Film ausgesehen wie Andrea Dworkin, hätte nicht einmal eine Großsauna mehr etwas geholfen. Und dann kommt dieser feministisch verpeilte Filmrollenfiffi daher und meckert im „SPIEGEL“ herum, weil er absolut keine Ahnung von der Materie hat. Unglaublich.

Ohne daß ich es jetzt mit letzter Sicherheit sagen könnte, glaube ich, daß Sean Connery von der ansehnlichen Krankenschwester im Film erst einmal sexuell belästigt worden sein muß, damit er überhaupt daran denken konnte, ihr eine Wiedergutmachungschance einzuräumen, die sie dann mit einem „Nein!“ dankbar annehmen durfte. Und daß der Wiedergutmachungsgedanke noch das edelste am animalischen Sexismus ist. Das glaube ich auch.

Der Gedanke, daß Feministinnen folgenlos öffentliche Reden schwingen könnten, weil ihre hübscheren Geschlechtsgenossinnen keine neckische Kompensation mehr dafür anbieten dürfen, muß doch jeden majestätischen Agenten in eine Depression stürzen, von der sogar der Lauf seiner Dienstpistole einen derartigen Knick bekommt, daß die Kugel nur noch müde vorne heraustropft und klimpernd auf den Boden fällt? Wer will sich denn solche deprimierenden Agentenfilme noch anschauen? – Eben, niemand.

Deshalb sei dem „SPIEGEL“ und dem Filmrollenfiffi 007 gesagt: An Sean Connery gibt es nicht das geringste auszusetzen. Wenn überhaupt, dann sollte sich der Frauen-Nichtversteher Fukunaga auf die Krankenschwester in der Sauna konzentrieren. Die hatte es verbockt. Der feministisch Deformierte muß noch lernen, was Sean Connery vor über fünfzig Jahren bereits wußte: Daß es nicht stimmt, wenn eine Frau sagt, daß es keine Schuldenunion geben wird, weil Frauen oft genug „Ja!“ meinen, wenn sie „Nein!“ sagen, zumal dann, wenn sie verstanden haben, in welcher Verhandlungsposition sie sich befinden. Oder wenn sie nicht als die Verantwortliche dazustehen wünschen für das, was sie wollen.

Im Übrigen: Es stellt eine sexuelle Belästigung von Männern dar, wenn gutgebaute Frauen in den schärfsten Klamotten durch die Fußgängerzone stöckeln, wogegen freilich so lange nichts einzuwenden wäre, wie sie sich dabei nicht aufführen wie das „Blümchen-rühr-mich-nicht-an“, sondern einen anerkennenden Pfiff wenigstens mit einem freundlichen Lächeln quittieren. Wenn sie dann aber auch noch anfangen, über Sexismus und „catcalling“ daherzuschwadronieren wie der Internatskatholik über die heilige Unschuld des Chorknaben – dann ist Wiedergutmachungszeit. Sean Connery wußte das.

Und weil es zum Schluß gerade noch hinpasst: In Amerika hat kürzlich ein pickeliger, schwitzender und unansehnlicher Fettsack 23 Millionen Dollar im Lotto gewonnen. So ein Glück! Aber noch nicht genug des Glücks. Auf der nachfolgenden Freudenparty lernte er auch noch die Liebe seines Lebens kennen. Eine Frau, die man gemeinhin als „Sexbombe“ bezeichnet. Marilyn Monroe war ein Mauerblümchen dagegen. Was lernen wir? – Jede gutaussehende Frau kann in Gegenwart eines Mannes behaupten, daß „ihr einer steht“, wenn sie glaubt, daß ihr das nützt. Jeder Mann hingegen müsste es beweisen. Nur die Behauptung nützt ihm überhaupt nichts. Genau das ist die Machtposition, aus der heraus Frauen zu Miststücken werden (können) und derentwegen der Feminismus überhaupt jemals eine Chance hatte. Auch das wußte Sean Connery. Und wer das heute nicht mehr weiß oder nicht mehr wahrhaben will wegen seiner sozialistisch-egalitären Hirnblähungen und seinem Gelaber von der „Geschlechtergerechtigkeit“ infolgedessen, dann beweist er immerhin noch etwas anderes, nämlich, daß er kulturell degeneriert ist, weil er offensichtlich mit der Natur des Menschen nichts mehr zu tun haben will.

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