Scholz will Kanzler

Berlin – Beflügelt von den letzten Umfragen in den linken Medien geht SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz siegessicher in die Bundestagswahl am Sonntag. „Ich bin sehr sicher, dass wir erfolgreich sein werden bei der Wahl“, sagte er am Freitagabend der „Bild“. Alle Umfragen spiegelten das wider, was er auch auf den Marktplätzen spüre: „Dass es eine große Zustimmung zur SPD gibt.“

Er habe daher das große Vertrauen, dass die Bürger „mir einen Auftrag geben, die nächste Regierung zu bilden“. Scholz zeigte sich unbeeindruckt von Umfragen, denen zufolge der Vorsprung der SPD vor der Union kleiner wird: „Es gibt viele, viele Umfragen gegenwärtig und alle zeigen, dass die SPD vorne liegt und dass das Momentum für die SPD ungebrochen ist. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich, was den Sonntag betrifft.“

Allerdings liegt die SPD wenige Tage vor der Bundestagswahl am 26. September in der aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach nur noch knapp vor der Union. Laut der Erhebung im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (Samstagsausgabe) kommen CDU/CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet wie vor zwei Wochen unverändert auf 25 Prozent. Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz verliert einen Punkt und liegt jetzt bei 26 Prozent.

Die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock legen leicht um 0,5 Punkte auf 16 Prozent zu. Die FDP gewinnt um einen Punkt dazu und kommt auf 10,5 Prozent. Verluste gibt es bei der AfD, die von elf auf zehn Prozent fällt.

Auch die Linke verliert um einen Punkt und erreicht nur noch fünf Prozent gegenüber der vergangenen Allensbach-Umfrage. Der Anteil der sonstigen Parteien stieg um 1,5 Punkte auf nunmehr 7,5 Prozent. Für die Erhebung befragte Allensbach zwischen dem 16. und 23. September insgesamt 1.554 Personen.

Wenn die Linke aus dem Bundestag getreten wird, gäbe es schon mal kein Rot-Rot-Grün mehr. Das wäre schon mal ein Erfolg. Alles andere ist eh egal. Angela Merkel hat sowieso schon dafür gesorgt, dass eine Rotfront – wer auch immer diese bilden wird – Deutschland auch nach ihrem Abgang weiter in den Abgrund führen darf.

Der Grüßaugust beschwichtigt natürlich schon mal:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verspricht der Weltgemeinschaft für die Zeit nach einem Regierungswechsel Kontinuität. „Deutschland bleibt auch nach dieser Wahl ein Land, das um seine internationale Verantwortung weiß und sie wahrnimmt“, sagt am Freitag in der UN-Generalversammlung in New York laut vorab verbreitetem Redetext. „Unsere Partner können sich auf uns verlassen, und unsere Wettbewerber müssen weiter mit uns rechnen.“

Den Fall von Kabul bezeichnet der Bundespräsident als „Zäsur“. „Wir haben es in zwei Jahrzehnten nicht vermocht – trotz größter Anstrengungen und Investitionen -, eine selbsttragende politische Ordnung in Afghanistan zu errichten“, so Steinmeier. Auch Deutschland trage dafür Mitverantwortung.

Als Lehre aus dem Afghanistan-Einsatz schließt Steinmeier unter anderem, mehr in Verteidigungsfähigkeit zu investieren. „Wir brauchen Verhandlungsstärke ebenso wie Verteidigungsstärke“, heißt es in Steinmeiers Text.

Kann man so viel Stuss in eine Ansprache packen? (Mit Material von dts)

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