Göteburg: keine Sozialarbeiter mehr in „besonders gefährdeten“ Stadtvierteln

Nach einer Reihe von Vorfällen, in die Sozialarbeiter verwickelt waren, will die Stadt Göteborg den Dienst von Sozialarbeitern einstellen, die allein ältere Menschen in „besonders gefährdeten“ Stadtvierteln aufsucht. „Wir haben leider eine lange Geschichte, in der unsere Mitarbeiter buchstäblich ins Kreuzfeuer der Banden gerieten. Kürzlich hatten wir einen solchen Vorfall im Stadtteil Biskopsgården“, sagte Marina Johansson, Mitglied des städtischen Ausschusses für Seniorenangelegenheiten, gegenüber der Zeitung Göteborg Posten. Sie fügte hinzu, dass die Sozialarbeiter Angst hätten, weshalb der Ausschuss in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen habe, dass sie nicht mehr allein arbeiten könnten. Sie räumte jedoch ein, dass es nicht genug Leute gibt, um alle Häuser gleichzeitig zu besuchen.
 

Im Sommer dieses Jahres wurde ein Polizist in dem erwähnten Stadtteil von Göteborg erschossen, was landesweit einen großen Aufschrei in der Öffentlichkeit hervorrief. Der Polizeiliste zufolge gibt es in Schweden derzeit 61 gefährdete Stadtviertel, von denen ein Drittel No-Go-Zonen sind. In letzterem Fall können nach Angaben der Polizei Recht und Ordnung nicht gewährleistet werden.

Quelle: Göteborgs Posten


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