Selbsternannte Umweltschützer könnten Bäume gefällt haben

AACHEN. Braunkohlegegner haben möglicherweise im Hambacher Forst mehrere Bäume zum Bau neuer Baumhäuser gefällt. Bei einem Kontrollgang durch den Hambacher Forst entdeckte die Polizei Aachen am Mittwoch bis zu 50 frisch abgeholzte Baumstümpfe. Dabei wurde sie von einer Gruppe linker Braunkohlegegner gestört. Eine Überprüfung ergab, daß die Bäume nicht im Auftrag des Energieunternehmens RWE gefällt worden waren.

Frisch gefällte Baumstämme, die bei einem Baumhaus verbaut wurden Foto: Polizei Aachen

Während des Kontrollgangs wurden die Beamten zudem auf mehrere Bauten aufmerksam, die im Wald und zwischen den Bäumen neu errichtet worden waren. „An diesen Holzkonstruktionen wurden an diversen Stellen offensichtlich mit frischen Schnittkanten versehene Holzstämme verbaut“, teilte die Polizei mit. Bei diesen könnte es sich zum Teil um die frisch gefällten 50 Bäume handeln. RWE hat wegen deswegen Strafanzeige gestellt.

Im Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Attacken auf Polizei und RWE-Mitarbeiter gekommen. Der Konzern will einen Teil des Waldes roden, um den benachbarten Tagebau Hambach zu erweitern.  Das Oberverwaltungsgericht Münster verhängte im Oktober per Eilbeschluß einen Rodungsstopp.

Erst an Weihnachten hatten Linksextremisten in dem Wald Sicherheitsmänner des Energiekonzerns RWE attackiert. Dabei bewarfen die Vermummten die RWE-Mitarbeiter mit Molotowcocktails und Steinen. Zwei Fahrzeuge gerieten dadurch in Brand geraten, zwei weitere wurden durch Steine beschädigt (krk).

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