»Umweltschützer« fällen Bäume im Hambacher Forst

Es war ruhig geworden rund um den Hambacher Forst. Zumindest nach außen hin. Die Holzfällarbeiten sollten bis auf Weiteres ruhen, damit sich der Fort wieder erholen könne. Doch stattdessen wurden wieder Bäume gefällt. Polizisten, die das Areal auf Einhaltung der vereinbarten Ruhe überprüft haben, fanden Werkzeuge und andere Gegenstände aus dem RWE-Bestand auf. Zudem stellten sie fest, dass an etlichen Stellen frische Baumfällarbeiten durchgeführt wurden.
Die Polizisten trafen bei ihren weiteren Maßnahmen vor Ort eine größere Gruppe sogenannter Aktivisten an, die versuchte, sich der von der Polizei sichergestellten Gegenstände zu bemächtigen. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde ein Störer in Haft genommen. Außerdem stellten sie fest, dass es an verschiedenen Orten zu Baumfällarbeiten dieser Gruppe gekommen war. Diese hatten mehrere Bäume gefällt,, um neue Baumhäuser zu errichten.
Insgesamt, so ergab die Zählung, wurden 50 Bäume gefällt. Die Ermittlungen ergaben, dass sich RWE streng an den Baustopp hält und keinen Auftrag für entsprechende Arbeiten erteilt habe. Stattdessen wird RWE nun Strafanzeige gegen die aufgegriffenen selbsternannten Umweltschützer stellen. Sowohl wegen Diebstahls der Gerätschaften wie auch wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.
Aus den Reihen der sogenannten Umweltinitiativen war bisher keine Stellungnahme publiziert worden. Ob es sich um eine koordinierte Aktion handelt oder ob lediglich einige ganz besonders aktive »Aktivisten« mit ihrer Freizeit nichts Besseres anzufangen wussten, als ein paar Bäume umzuschlagen, ist noch offen.

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