Wenn “grüne Energie” als Begründung nicht mehr reicht

Die Volksrepublik China will den überbordenden E-Auto-Markt wieder in den Griff bekommen.

Umweltfreundliche Herstellung und Energie sind eine der Kernpunkte der “Made in China 2025”-Offensive, mit denen China eine Art Industrie 4.0 nach deutschem Vorbild schaffen möchte. Doch der bisher weit aufgedrehte Geldhahn für die E-Auto-Industrie, scheint nun erstmals gezügelt zu werden.

Rund 300 Hersteller der Elektro-Autos existieren derzeit in der Volksrepublik. Ein Störfaktor für die Regierung, die wenige aber dafür größere Produzenten sehen möchte. Geändert soll das unter anderem über eine höhere Mindestauslastung der Produktionsanlagen werden.

Werden die staatlichen Subventionen an eine Mindestauslastung der Stückzahlen gebunden, kann das das ‘Aus’ für viele kleinere Hersteller bedeuten. Viele Hersteller erlitten als Folge der Ankündigung Werteinbußen am Aktienmarkt.

Dass China als eines der größten Märkte nun bei E-Autos die Schraube enger zieht, kann eine Warnung für die westlichen Märkte sein. Denn das deutet darauf hin, dass im Reich der Mitte die Zeit des Experimentierens abgeschlossen ist und nun der Fokus auf effiziente Produktion gesetzt wird.

Das lässt nur zu hoffen, dass Deutschland mit 11 Bundesländern unter grüner Regierungsbeteiligung seinen Status als Nummer Eins in der Autoproduktion weiterhin im Auge behält.

[Autor: L.S. Bild: Lou Asen from Pixabay Lizenz: –]

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