„Musterbeispiel einer Textkultur ohne Hirn“

Mindestens 100 Plagiatsstellen in Buch der grünen Kanzlerkandidatin Baerbock

Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat offenkundig deutlich öfters abgeschrieben als bisher angenommen wurde. Der Salzburger Plagiatsjäger Stefan Weber hat Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ genauer unter die Lupe genommen und dabei 100 „Plagiatsfragmente“ gefunden.

Auf seinem Blog betont Weber, dass das aber nicht bedeutet, dass Baerbock an 100 Stellen plagiiert habe: „Womöglich sind es 200 oder 300 oder noch mehr Stellen. Aber wir haben die Untersuchung nun bei 100 Stellen abgebrochen, weil das Vorgehen und das Ausmaß aus unserer Sicht hinreichend dokumentiert sind.“ Wörtlich schreibt der renommierte Plagiatsgutachter von einem „schockierenden Ergebnis“. Denn es sei zu vermuten, dass sich in Baerbocks Buch „Jetzt“ kein originärer, also von der Grünen-Politikerin selbst stammender Gedanke befindet.

Überhaupt sei das Buch „ein Flickenteppich von irgendwo anders her“ bzw. das „Musterbeispiel einer Textkultur ohne Hirn“. Und Baerbock betrieb offenkundig auch ideologische Beliebigkeit. Denn Weber hat herausgefunden, dass die grüne Kanzlerkandidatin Plagiatsstellen aus zumindest drei Sachbüchern übernommen hat, von denen eines ein Sammelband der CDU/CSU ist, das zweite das Buch eines SPD-nahen Wissenschafters und das dritte das Buch einer FDP-nahen Unternehmerin.

Aber Baerbock ist nicht die einzige bundesdeutsche Spitzenpolitikerin, die „abgekupfert“ hat. Denn Weber fand auch in den Büchern der Kanzlerkandidaten von Union und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, Plagiatsstellen. Bei Laschet sind es 17 Stellen, und bei Scholz immerhin noch drei.

[Autor: B.T. Bild: Wikipedia/Michael Brandtner Lizenz: CC BY 4.0]

Der Beitrag „Musterbeispiel einer Textkultur ohne Hirn“ erschien zuerst auf ZurZeit.

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