Die Ungarn wollen keine Covid-Einschränkungen mehr

Nach den Ergebnissen der jüngsten monatlichen Omnibus-Umfrage des Instituts Ipsos, über die die ungarische Presse am 29. Juli berichtete, kümmert sich die ungarische Bevölkerung recht wenig um die Ankündigung einer vierten Welle der Pandemie von Coronavirus, und eine Mehrheit von ihnen bringt offen ihren Wunsch zum Ausdruck, die Covid-Einschränkungen so schnell wie möglich zu beenden. Ungarn ist eines der europäischen Länder, das von den Covid-Maßnahmen in diesem Sommer am wenigsten betroffen ist. Es gibt keine Maskenpflicht oder Ausgangssperre mehr, und nur für Nachtclubs, Festivals und Konferenzen ist ein QR-Code oder ein Gesundheitspass erforderlich – aber keine digitale Überprüfung. Masken werden nur noch in Krankenhäusern getragen.

76% der Ungarn sind für eine Lockerung oder Abschaffung der Covid-Einchränkungen

Auf die Frage, ob die derzeitigen Covid-Maßnahmen beibehalten werden müssen, antworteten nur 15 % der Ungarn mit Ja, während 49 % (45 % der Männer und 52 % der Frauen) der Meinung sind, dass einige Maßnahmen zwar beibehalten, aber reduziert werden sollten.

27 % (30 % der Männer und 24 % der Frauen) sind der Ansicht, dass es überhaupt keinen Bedarf mehr dafür gibt.

Diejenigen, die eine sofortige Abschaffung der Gesundheitsbeschränkungen wünschen, sind vor allem junge Erwachsene (31 %) und Bewohner von Kleinstädten (34 %).

Jeder fünfte Ungar glaubt, dass die Covid- Einschränkungen ewig dauern werden

Auf die Frage, wann die Gesundheitsbeschränkungen voraussichtlich enden werden, antworten 38 % der Ungarn (43 % der Männer und 34 % der Frauen) Ende August,

24 % (26 % der Männer und 22 % der Frauen) glauben, dass sie im September oder später enden werden, während 19 % der Ungarn (15 % der Männer und 21 % der Frauen) befürchten, dass die Covid-Einschränkungen wirklich von Dauer sein werden.

Diese Befürchtung wird durch die Ankündigung der vierten Welle untermauert, die einigen Quellen zufolge Mitte September kommen soll.

Neun Monate vor den nächsten Parlamentswahlen, nachdem die Mehrheit der Erwachsenen nach einer aggressiven Impfkampagne geimpft wurde, die ein Ende der Epidemie versprach, und nachdem die Regierung erneut eine nationale Konsultation zum „Leben nach der Pandemie“ eingeleitet hat, scheint es schwierig, neue Zwangsmaßnahmen unter dem Deckmantel von Covid ins Auge zu fassen. Die schrittweise Einführung des Gesundheitspasses in Europa und die Ausgrenzung der Nichtgeimpften lassen jedoch auf eine andere Entwicklung schließen.

Dieser Beitrag reschien zuerst bei VISEGRÁD POST, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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