Kommentar zu Abschiedsbrief eines früheren CSU-Mitglieds an Markus Söder von mitternachtnovelle

Sehr geehrter Herr Stumfall, Sie haben mit vielen kritisierten Dingen, die Sie ansprechen, recht. Aber ein entscheidender Punkt an Ihrer Entscheidung, die CSU zu verlassen, irritiert mich: Sie haben für meine Begriffe sehr lange (zu lange) gebraucht, diesen Weg zu gehen. Als Herr Seehofer 2015 die Entscheidung von Frau Merkel, alle, die in diesem Jahr vor den Toren Deutschlands warteten, zu Tausenden, OHNE KONTROLLE (z. B. wg. einschleppenden Krankheiten), einreisen zu lassen, scharf kritisierte, um kurze Zeit später vor Frau Merkel, mit Verlaub, „Männchen zu machen“ — da wäre der richtige Zeitpunkt gewesen zu sagen, hier mache ich nicht mehr mit. Denn die CDU unter Frau Merkels Ägide hatte bis dahin schon Dinge getan, die schon längst hätte die CSU veranlassen müssen, STOPP zu sagen. So gesehen, hat Ihr Austritt für mich „ein Geschmäckle“, wenn Sie verstehen, was ich meine. Trotzdem haben Sie meine Hochachtung für diesen Schritt.

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