»Angeblicher Abschiedsbrief meines Mannes ist eine Fälschung«

John McAfee ist ein Pionier der Datensicherheit. Ein von ihm mit entwickletes weltweit bekanntes Virenschutzprogramm trägt nach wie vor seinen Namen, auch wenn er sich schon vor Jahren aus dem aktuellen Geschäftsbetrieb zurückgezogen hatte. Um effektive Virenschutzprogramme erstellen zu können, so McAfees Credo, musste man wissen, wo die Schwachstellen im System sind. Diese deckte McAfee unter anderem auf die Art und Weise auf, dass er zahlreiche US-Behörden »infiltrierte« und sowohl Gespräche wie auch Telefonate mithörte und sie aufzeichnete. Auch über geheime Mails legte er Aufzeichnungen an. Damit machte er sich nicht all zu viele Freunde in den US-Behörden, die ihn ergreifen und vor Gericht stellen wolten.
McAfee suchte sein Heil in der Flucht und setzte sich nach Spanien ab. Die sozialistische Regierung in Spanien kam dem Festnahmeersuchen der US-Behörden nach und arrestierte McAfee. Der schrieb aus seiner Zelle, dass, wenn man ihn – so wie Epstein – tot in seiner Zelle auffinden würde, er ganz sicher keinen Suizid begangen haben werde. Wenige Wochen nach diesen Worten war er tot in seiner Zelle aufgefunden worden, die spanischen Behörden behaupten, es sei Suizid.
Diese Erklärung ist nach wie vor mehr als umstritten. Um die Behauptung zu untermauern, haben die spanischen Ermittler nun einen angeblichen Abschiedsbrief McAfees aus dem Hut gezaubert. Janice McAfee, die Witwe von John McAfee, widerspricht dieser Darstellung. Der sogenannte »Abschiedsbrief« ist ihrer Überzeugung nach eine plumpe Fälschung.
»Hier ist der angebliche Abschiedsbrief, der in Johns Tasche gefunden wurde. Diese Notiz klingt nicht nach jemandem, der keine Hoffnung hat und darüber nachdenkt, sein Leben zu beenden. Diese Notiz klingt wie einer von Johns Tweets. #NotASuicideNote #JusticeForJohnMcAfe«, schreibt sie auf Twitter.

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