Ex-CDU-ler Nöbel darf Geld aus Maskenaffäre behalten

Rund um die Herstellung und Beschaffung von Corona-Masken wollten sich einige Altparteienpolitiker offensichtlich schnell bereichern. Georg Nüßlein, vormals CSU, hat 660.000 Euro eingestrichen, weil seine Beraterfirma millionenschwere Aufträge für die Beschaffung von Corona-Schutzausrüstung für Ministerien und Bundespolizei vermittelt hat. Die mit den Aufträgen bedachten Firmen sind nicht alle bekannt; nicht ganz auszuschließen ist, dass auch die Firma der Familie von Söders Ehefrau zu den »Auserwählten« gehört. Jene Firma hat sich nämlich punktgenau vor der »Krise« auf die Herstellung von Corona-Schutzkleidung und Masken umgestellt – obwohl sie vorher in einem ganz anderen Bereich tätig war.
Ganz so clever und gierig wie CSU-Nüßlein war der damalige CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel nicht (oder der Auftrag hatte nicht den Nüßlein-Umfang). Jedenfalls sackte Löbel »nur« 250.000 Euro ein, steuer- und abgabenfrei natürlich. Zum Vergleich: die mittlere Monatsrente in Deutschland betrug aktuell 1.216,50 Euro. Löbel sackte also mehr als das 200-fache für seine »Tätigkeit« ein – und flog auf. Er brachte sich in Sicherheit, indem er den Bundestag und auch die Merkel-Partei verließ. Seine »Prämie« aber wollte er behalten. Die Bundestagsverwaltung unter dem Vorsitz von Dr. Lorenz Müller (dessen direkter Vorgesetzter ist CDU-Mann Wolfgang Schäuble als Bundestagspräsident) hat entschieden, dass Löbel die Viertelmillion behalten darf.
Heute wird bekannt, dass in Bayern ein weiterer Betrug mit Corona-Masken mit Politiker-Beteiligung aufgeflogen ist. Zwei Oberpfälzer sollen gefälschte Masken an den Freistaat verkauft haben, einer von ihnen ist Kommunalpolitiker der im Land mit der CSU koalierenden Freien Wähler. Die beiden Männer wurden festgenommen und sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Die run dzehn Millionen Masken waren als mdezinische Mund-Nase-Masken deklariert, wurden als solche verkauft, entsprachen aber nicht den europäischen Schutzstandards. Schätzungen zufolge handelt es sich um einen Schaden in Millionenhöhe.

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