Südafrika völlig außer Kontrolle

Die südafrikanische Regierung unter Cyril Ramaphosa hat die Kontrolle über das Land verloren. In zahlreichen Städten herrscht das blanke Chaos, marodierende Banden ziehen plündernd und brennend durch die Straßen und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Über 110 Menschen haben aktuellen Berichten zufolge bereits ihr Leben verloren, die Dunkelziffer – so wird befürchtet – dürfte deutlich höher liegen. Weil Ramaphosa die Optionen auszugehen scheinen, hat er das Militär in Alarmbereitschaft versetzt, alle Reservisten des Landes reaktiviert und lautBBC-Bericht 25.000 Soldaten in Bewegung gesetzt, um die Lage im Land zu befrieden.
Auslöser der Unruhen war die Festnahme und Verurteilung des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma wegen Korruption. Seine Anhänger hatten zunächst gegen das Urteil protestiert, griffen dann aber ziemlich rasch zum Mittel der Gewalt. Zuma war in seiner Amtszeit vor allem für seinen ungefilterten Hass gegen die Weißen in Südafrika berüchtigt. Mehrfach hatte er offen zum Mord an der weißen Bevölkerung des Landes aufgerufen.
Augenzeugen berichten von Szenen, die an Filme wie »The Walking Dead« erinnern: überall stünden ausgebrannte Autowracks, Fabriken und Einkaufszentren brennen, Tausende kämen um zu plündern. Viele Südafrikaner haben sich in der Zwischenzeit mit Schrotflinten, Pistolen, Gartenschaufeln, Baseballschlägern oder Macheten bewaffnet, um sich und ihr Eigentum zu verteidigen. Schwerpunkte der Unruhen seien die Provinzen KwaZulu-Natal mit der Regionshauptstadt Durban und Gauteng, in der auch Johannesburg liegt. Für viele Betroffene kommt der jetzt anberaumte Einsatz des Militärs zu spät. Die bisher vor Ort eingesetzten Sicherheitskräfte waren in der Zahl viel zu gering, um dem aufgebrachten Mob Einhalt gebieten zu können, werden Zeugen im Bericht der BBC zitiert.

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