Baerbocks Skandälchen

Annalena ‚Baerbock w[urde] Kanzlerkandidatin der kleinsten Bundestagsfraktion‘, weil sie im Gegensatz zu Robert Habeck eine Frau ist. Sie demonstriert jedoch auch die Nachteile einer Auswahl primär nach dem Geschlecht statt Kompetenz. Seit ihrer Nominierung kommt sie aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr heraus, weil sie nicht selbst ihre vielen Schwachpunkte aus- oder zumindest einräumte, sondern immer neue Schludrigkeiten von der Presse, Plagiatsjägern und politischen Gegner entdeckt wurden und werden.

Zuerst fiel auf, dass sie Nebeneinkünfte von ihrer eigenen Partei rechtswidrig nicht angegeben hatte, darunter auch ein Coronabonus ohne erkennbare Mehrbelastung durch die Pandemie für sie. Dann tauchten immer wieder neue Fehler, Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten in ihrem Lebenslauf auf, den sie bis heute nicht völlig korrekt veröffentlicht. Während der Diskussion darum veröffentlichte sie ein Buch unter ihrem Namen voller Plagiate. Es ist keine Doktorarbeit und die Zitierrichtlinien sind bei politischen Büchern weniger streng, doch trotzdem wurden in dem Buch die Grenzen des Anstands und Urheberrechts überschritten. Dabei hat sie das Buch offensichtlich gar nicht selbst geschrieben und wohl nicht einmal gelesen, was vor allem die Frage aufwirft, wer solche Machwerke überhaupt kauft und wen sie beeindrucken sollen.

Inzwischen stellte sich außerdem heraus, dass sie über 40.000 Euro an Promotionsstipendien erhielt, ohne ihr Promotionsvorhaben je abzuschließen. Das ist nicht verboten, wohl aber die Zweckentfremdung öffentlicher Gelder, wenn sie gar nicht mit voller Kraft an ihrer Dissertation, sondern als Parteivorsitzende in Brandenburg arbeitete, wo es zu ihrer Zeit handfeste Skandale gab. Am bezeichnendsten ist aber vielleicht dieses Video von Ende 2020, wo sie Herrn Habeck, der ehrlich promoviert wurde, herabzuwürdigen versucht: „Vom Hause her kommt er Hühner, Schweine, öh, weiß ich nicht, was haste, Kühemelken, ich komm‘ eher aus dem Völkerrecht.“

Dagegen verblassen selbst die erfundenen Noten von Herrn Laschet, nachdem er als Dozent die Arbeiten seiner Studenten verbummelt hatte, oder die handfesten Polit-Finanz-Skandale von Herrn Scholz z. B. rund um die Warburg Bank oder Wirecard. Leider ist es wohl kein Zufall, dass in der Politik gerade die Blender und Trickser nach oben kommen.

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