Schwarz-Grün kann kommen


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In Deutschland, Schweden und England ist man tendenziell eher obrigkeitshörig und veränderungsscheu. Daher bietet sich im Fall Deutschlands doch die Koalition der Macht an, die sowieso schon heimlich regiert. Nämlich Schwarz-Grün. Dann kann die CDU endlich mit der langen Maskerade aufhören und offen mit den grünen Ideologen paktieren, die vorher am Spielfeldrand Applaus gegeben haben, als die Union die Wehrpflicht aussetzte, die Bundeswehr ruinierte, die Grenzen öffnete, die AKWs abschaltete, den Lebensschutz missachtete und nun auch gegen Diesel und Kohle die Messer wetzt.

In der CDU gilt es als schick und achtbar, wenn man besonders treu und gefügig ist. Im Grunde eine Tugend der Deutschen, die auch ihre Fallstricke hat. Merkels Versagen zu beschweigen steht noch hoch im Kurs. Nur einige Blender, die sich gerne selbst belügen, fantasieren bei irgendwelchen Werkstattgesprächen eine konservative Wende herbei. Das tun sie schon seit 2015 immer wieder und sind, sofern sie nicht ausgetreten sind oder aus dem Innern einen echten Widerstand anführen (WerteUnion), nicht ernst zu nehmen. Bei diesen ist der Wunsch nach Veränderung der Vater des Gedanken.

Die meisten in der Union haben bis heute nicht verstanden, dass sie selbst Opfer eines zähen, aber erfolgreichen Paradigmenwandels innerhalb der politischen Kultur unseres Landes geworden sind. Sie haben die sogenannten «Talking Points», die Standpunkte ihrer einstigen Gegner, Sozialdemokraten und Grüne, absorbiert und für sich beansprucht, um moderner und urbaner zu werden. Dies hat zumindest in Prenzlauerberg und Main-Taunus gut funktioniert. Wie Sun Tzu einst sagte: «wer alles verteidigt, der verteidigt gar nichts.» Die CDU gewinnt links in der Mitte Wähler und verliert sie am rechten Flügel. Ein Preis, den sie bereit ist zu zahlen. Vielleicht war es ja doch kein Versprecher, als AKK ihre Parteigenossen mit «liebe Sozialdemokraten» ansprach. Schließlich fällt es dem externen Beobachter schwer einen Unterschied zwischen grünen, sozialdemokratischen und schwarzen Positionen zu erkennen. Alle stehen irgendwie für die selben Ideen und hören sich an wie Klone des jeweils anderen.

Möglicherweise ist AKK aber auch die einzige in der CDU, die ein offenes Geheimnis ausgesprochen hat. Warum nicht gleich einen Schritt weiter gehen und bei den neuen Mehrheitsverhältnissen, wo die Grünen und die CDU beinahe auf gleicher Höhe stehen, eine Koalition dieser Parteien einfädeln. Neuwahlen gelten ja zumindest als sehr wahrscheinlich.

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Bild: Pixabay

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