WerteUnion zerlegt sich wegen Vorsitzendem Otte

Die WerteUnion, ein Zusammenschluss konservativer Mitglieder von CDU und CSU, allerdings auch von Nichtparteimitgliedern und keine offizielle Parteigruppierung, zeigt Auflösungserscheinungen. Alexander Mitsch, „Früherer Chef der WerteUnion[,] tritt aus Protest gegen Nachfolger aus“. Der aktuelle Vorsitzende ist Max Otte. Zuvor hatte er als „Vorsitzender des Kuratoriums AfD-naher Stiftung [sein] Amt nieder“gelegt, nicht weil ihm die Desiderius-Erasmus-Stiftung zu rechts geworden wäre, sondern umgekehrt wegen aus seiner Sicht zu geringer Einbindung des Höcke-Flügels. Als CDU-Mitglied erklärte er früher, die AfD zu wählen. Nun beschimpfte er Friedrich Merz, der zuvor von der WerteUnion unterstüzt worden war. Dieser dürfe „kein Staatsamt übernehmen, auch wenn die Lobbytätigkeit ruht“. Im Gegenzug rief Herr Merz zum Verlassen der WerteUnion auf. Hans-Georg „Maaßen lässt Mitgliedschaft in WerteUnion ruhen“ wegen Herrn Otte, obgleich er selbst ähnlich angefeindet wird. Der komplette Landesverband Bayern hat die WerteUnion wegen Herrn Otte verlassen und etliche Landesvorstände sind zurückgetreten.

Das unterstreicht einmal mehr, wie schwer es ist, vernünftige konservative Politik zu machen. Von vielen Politprofis und auch Journalisten kommt die Diffamierung als rechts = rechtsextrem (was auch Herr Laschet nicht wirklich differenziert, siehe „Rechts? Rechtsradikal? Rechtsextremistisch?“). Das lockt dann echte Rechtsradikale an sowie Opportunisten, die sich ihnen anbiedern wie Herr Otte oder innerhalb der AfD z. B. Frau Petry und ihr Mann seinerzeit und Frau Weidel aktuell. Am Ende ist eine solche Organisation dann tatsächlich radikal statt konservativ, was so ziemlich das Gegenteil ist, weshalb sich die seriösen Mitglieder auch alle verabschieden, ohne eine echte Alternative zu finden, die konservativ ist und bleibt.

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