Von wegen Remis: Ungarn moralischer Sieger!

Deutschland, das hat sich in den letzten Tagen in erbärmlichster Weise gezeigt, ist ein total verhetztes, von Gesinnungswahn besessener Staat geworden. Das Regenbogen-Vorspiel zur EM-Partie der in Antifa-Schwarz gekleideten DFB-„Mannschaft“ gegen die leidenschaftliche ungarische Nationalmannschaft wird als ein schändliches Kapitel multimedial konzertierten sportpolitischen Missbrauchs in Erinnerung bleiben.
Von Wolfgang Hübner
Und dieser Missbrauch ging einzig und allein von einer aggressiven „Öffentlichkeit“ in Deutschland aus. Aber die tapferen Ungarn haben in München, von der Nationalhymne vorm Anstoß bis zur stolz gemeinsam mit ihren Fans gesungenen Nationalhymne nach Abpfiff, diesen Missbrauch bis auf die Knochen blamiert. Wer so aus dem Turnier ausscheidet, kehrt als stolzer Sieger heim.
Und umgekehrt: Wer auf diese Weise und unter diesen Umständen eine Runde weiterkommt wie die Antifa-„Mannschaft“, der darf nicht auf Sympathien all derer hoffen, die neben ihrem Herz auch noch Verstand und Anstand besitzen. Es geht nicht darum, den mehr oder weniger gesinnungspolitisch instrumentalisierten jungen deutschen Spielern einen Vorwurf zu machen. Vielmehr geht es gerade aus patriotischen Gründen darum, sich klar zu distanzieren von dem widerwärtigen Eifer, selbst ein so freundschaftlich verbundenes Land wie Ungarn anlässlich eines Fußballspiels die moralisierende Anmaßung des neudeutschen Buntismus erzieherisch spüren zu lassen.
Ausgerechnet der von korrupten Vorgängen und Strukturen gezeichnete DFB samt Löw haben sich, am Spieltag noch zusätzlich angestachelt von Bundeskanzlerin Merkel, dieser Anmaßung nicht nur nicht widersetzt, sondern die Verteilung von Regenbogenfähnchen auch noch gefördert. Zur Ehrenrettung der meisten Zuschauer in der Münchner Arena sei aber erwähnt, dass zur Enttäuschung des übertragenden ZDF dann doch Schwarz-Rot-Gold unter den deutschen Fans klar dominierte. Daran änderte auch der Regenbogen-Flitzer auf dem Spielfeld nichts, ein „Held“ ganz nach dem Geschmack des herrschenden Irrsinns.
Die DFB-„Mannschaft“ ist eine Runde weiter und muss nun nach London zu den britischen Knierbeugern. Wenn sich Neuer und Co. nicht dazu verleiten lassen, vorm Anpfiff ebenfalls nieder zu knien, könnten sie wenigstens sportlich wie politisch noch ein positives Zeichen setzen. Aber bis dahin wird es schon einige Anrufe aus Berlin gegeben haben. Ich habe von 1954 (als Knirps) bis in die Gegenwart alle großen Turniere am Fernseher oder live verfolgt. Wenn die „Mannschaft“ dann auch noch in die Knie geht, ist für mich das Spiel in London aus, bevor es beginnt.

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