Merkels Türkei-Deal-Macher fordert: „Wer sich in ein Boot setzt, muss ohne Zögern nach Europa gerettet werden“

Gerald Knaus, Merkels Erfinder ihres „Türkei-Deals“, fordert: „Wer sich in ein Boot setzt, muss ohne Zögern gerettet werden“. Zudem will er, dass Deutschland 40.000 „Schutzberechtigte“ pro Jahr aufnimmt und rundumversorgt.

Der Österreicher Gerald Knaus hat – trotzdem er die zentrale Figur bei Merkels sogenanntem „Türkei-Deal“ ist – im linkspolitisch ausgerichteten Wikipedia nur einen sehr dürftigen Eintrag. Dort ist zu erfahren, dass der 1970 geborene Soziologe und Migrationsforscher – er studierte die unvermeidliche Fächekombination Philosophie und Politikwissenschaft – Mitgründer und Vorsitzender des Think Tanks European Stability Initiative (ESI) ist. Zu dessen gehören neben der Stiftung Mercator – wie könnte es anders sein – die Open Society Foundations von George Soros.

In der von Merkel initiierten sogenannten Flüchtlingskrise entwickelte Knaus und seine Mitarbeiter des ESI den „Merkel-Plan“- auch als „EU-Türkei-Abkommen“ bekannt geworden und gehört seither mit seinem Laden zu den den einflussreichsten NGO in Europa mit Depandancen in Wien, Brüssel und Istanbul.

Nun meldet sich Merkels Influencer einmal mehr zu Wort. Knaus bejammert – hinter der Bezahlschranke – in einem Interview -, dass der EU-Grenzschutz, vor allem bei der Kooperation mit Libyen, „Asylsuchende“ mit Gewalt zurückstoßen würde. Das bedeute den Tod Tausender. Seine Forderung: Deutschland muss pro Jahr sogenannte Resettlement-Plätze – mit dem sogenannten „Migrationspakt“ unterschrieben – anbieten und entsprechend seiner Einwohnerzahl 40.000 Migranten dauerhaft aufnehmen und versorgen müsse.

Der Weg für Knaus Forderung wurde bereits in der vergangenen Woche im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vom Grünen-Politiker Cem Özdemir geebnet. Dieser schlug in der Hart-aber-faier-Plapperrunde vor: Am besten sollte man ein Resettlement-Programm aufsetzen, sagt er – die Leute direkt aus den nahöstlichen Flüchtlingslagern nach Deutschland fliegen. Dann wird zumindest die tödliche Mittelmeerroute vermieden. Zufälligerweise bediente Özdemir dann punktgenau Knaus Vorstellungen: „Warum gehen wir nicht her und sagen, wir nehmen 40.000 Menschen auf?“, fragt der Grünen-Politiker. (SB)

 

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