Corona wirkt: Planmäßige Verödung der Innenstädte als Teil des Great Reset

Der pandemiebedingte „Wandel“ macht sich in Deutschland vor allem in den durch die Pandemie weitgehend trostlos gewordenen Innenstädten bemerkbar – und wird nirgendwo so sichtbar wie in tausenden leerstehenden Geschäften, geschlossenen Einzelhandelsbetrieben und dichtgemachten Gaststätten. Doch ausgerechnet der deutsche Städte- und Gemeindebund feiert diese Katastrophe – und freut sich über die „strukturelle Veränderung der Stadtzentren„.

So schwärmt dessen Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg gegenüber dem Sender Phoenix: „Die Innenstadt von morgen oder von übermorgen wird eine ganz andere sein“. Ein Spruch, der im Lichte des während Corona angerichteten epochalen Schadens irgendwie an das berüchtigte Hitler-Zitat „Gebt mir 12 Jahre Zeit und ihr werdet Deutschland nicht wiedererkennen“ gemahnt – denn der Zynismus ist letztlich derselbe. Niemand hat nämlich die Bevölkerung, die Menschen und die akut Leidtragenden dieser Transformation je danach gefragt, ob sie diesen Strukturwandel überhaupt wollen.

Für Landsberg scheint es hingegen gerade eine gute Nachricht zu sein, dass künftig weniger Geschäfte in den Fußgängerzonen firmieren. „Natürlich wird es da immer noch Einzelhandelsgeschäfte geben… Aber es wird Kultur geben, es wird mehr Wohnen geben, mehr Kunst, mehr Handwerk, mehr Bildung, und ganz sicher auch mehr Grün und mehr Wasser„, so der Verbandschef, der sich hier eher wie der Teilnehmer eines Workshops für Städteplanung anhört als ein Fürsprecher und Interessenvertreter lebendiger urbaner Zonen, die früher das pulsierende Herz des deutschen Handels waren. Was wohl die Inhaber der mindestens 100.000 Geschäfte, die nach dieser Pandemie nicht wiederoffnen werden und Nimmerwiedersehen verschwunden sind, dazu sagen?

Ein Fest für die Versandriesen

Seit die Bundesregierung mit ihrem Dauerlockdown Amazon und den e-Commerce-Anbietern das Geschäft des Jahrtausends ermöglicht hat, indem sie das komplette Weihnachts- und Ostergeschäft von diesen Unternehmen abräumen ließ und damit eine nachhaltige Vermögensverschiebung hin zu internationalen Multis betrieb, während sie einheimische, ehemals gesunde Mittelstandsbetriebe vieltausendfach in die Pleite oder staatliche Abhängigkeit trieb, lässt sich in jeder Mittel- und Großstadt bestaunen. „Mehr Wohnen, mehr Kultur“ wird sich konkret eher äußern in „mehr Verfall von Bausubstanz, mehr Multikulti“. Es lebe die Broken-Window-Theorie.

Vor allem aber wird diese neue, jetzt so zweckoptimistisch gefeierte „Wiedergeburt“ der politisch kaputtgemachten Cities kann natürlich wieder nur mit staatlichen Gießkannengeldern erfolgen: Um die „neue Urbanität“ umzusetzen, seien „umfassende Projekte“ nötig sowie „ein Dialog mit den Bürgern„, wie diese sich die Innenstadt der Zukunft vorstellten. Bezahlen dürfen am Ende aber wieder die Steuerzahler – und damit die überlebenden, gebeutelten Betriebe selbst. Trotz negativer Rahmenbedingungen wie zunehmender Hitze und wachsendem Onlinehandel gebe es „eine Sehnsucht, sich in der Innenstadt zu treffen, sich zu begegnen, sich sicher zu fühlen„. Mit der Lockerung der Corona-Regeln zeige sich: „Die Innenstädte sind wieder voll„, so Landsberg. Ach tatsächlich? Für solche Plattitüden braucht es keinen Städtetagsfunktionär, das wissen die Menschen auch alleine… (DM)

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