Sportlerinnen können jetzt einpacken: Erste Transfrau für Olympia zugelassen

Laurel Hubbard, 1978 in Auckland als Mann geboren, nahm semi-erfolgreich  an Wettkämpfen der Männer teil. 2021 erfolgte dann die geschlechtsangleichende Operation. Von nun an trat die Gewichtheberin bei den Frauen an. Und schwupps – nahm sie an internationalen Wettkämpfen teil und kassierte fortan Gold- und Silbermedaillen. Nun wurde sie für die Spiele bei der Olympiade in Tokio nominiert. 

Bei Kontrahenten, Trainern und Zuschauern sorgt ihre Teilnahme an Frauenwettbewerbern immer wieder für Unmut, da ihr als Transfrau vorgeworfen wird, einen unfairen Vorteil zu haben. Die belgische Gewichtheberin Anna Van Bellinghen, die in derselben Gewichtsklasse antritt wie Hubbard, hatte die mögliche Nominierung der 43-jährigen Neuseeländerin vor kurzem als „schlechten Scherz“ bezeichnet. Die Situation sei „unfair gegenüber dem Sport und den Athletinnen“. Auch wenn laut den Regeln des Internationalen Olympischen Komitees eine Transfrau zum einen erklären muss, dass ihre Geschlechtsidentität weiblich ist und nachweisen muss, dass ihr Testosteronspiegel mindestens zwölf Monate vor dem Wettkampf unter einem bestimmten Wert liegt, bleibt die Tatsache bestehen, dass Transfrauen unter anderem Knochen- und Muskelstruktur-Vorteile besitzen, weil sie als vormals männliche Person durch die Pubertät gegangen sind.

Bei ihrem Gendermainstreaming ergebenen neuseeländischen Verband will man davon nichts wissen und schwubbelt die immer gleichen Erklärungen herunter: Man habe eine starke Kultur des Respekts und der Inklusion. Man habe sich verpflichtet, alle teilnahmeberechtigten Athletinnen und Athleten zu unterstützen.

Im vergangen Jahr noch hat der Welt Rugby Verband hat beschlossen, Transfrauen die Teilnahme in den Frauenteams nicht zu erlauben. Durch die Zulassung von Transfrauen in immer mehr Damensportarten wurde jedoch der Untergang des Frauensports eingeleitet. Die Autorin und Publizistin Birgit Kelle zeigt in ihrem Buch zahlreiche Beispiele auf, wie Frauen auf Ranglisten das Nachsehen haben, wenn man sie zwingt, faktisch gegen körperliche Männer im Sport anzutreten. Sie werden sich im Sport hinter Transfrauen einreihen müssen. (SB)

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