Deutsche Soldaten im Frust: „Es hat alles nichts gebracht…!“

Es dürfte historisch einmalig sein, was sich Deutschland in seiner ewig gebückten Haltung als „größter Weltkriegsschurke“ außenpolitisch in Serie leistet. Vor mehr als 70 Jahren haben noch ganz reale Schurken ihre NS-Verbechern begangen, hatten „willige Vollstrecker“ und administrative Gehilfen aktiv mitgeholfen.

Von Hans S. Mundi

Da die Deutschen extrem obrigkeitshörig sind, wie man gerade heutzutage wieder beobachten kann, hätte man das Ganze samt Holocaust zum Anlaß nehmen können, mehr echte Demokratie zu wagen und die Interessen des Volkes – auch militärisch – so souverän wie Franzosen, Engländer oder Amerikaner zu vertreten. Also Freiheit, aber in aufrechter stolzer Haltung.

Eine selbstbewußte, antitotalitäre demokratisch-normale Nation…? Nichts da! Linke Volkserzieher und an den politisch korrekten Mainstream angepasste Berufspolitiker haben das Sagen im Staat und verfolgen einzig und allein das bizarre Ziel der Selbstauflösung und endgültigen Zerstörung der deutschen Nation. Außenpolitisch souverän? Nein. Statt dessen rennen die Deutschen im Büßerhemd durch die Welt, machen sich lächerlich und werden von anderen vereinnahmt und ausgenutzt. Die deutschen Soldaten können ein Lied davon singen. Ein sehr trauriges Lied.

Er ist einer von 160 000 Bundeswehrsoldaten, die in den letzten zwei Jahrzehnten im Einsatz gewesen sind: Als Teil einer Aufklärungskompanie war Mathias Dix, heute 39, ab Mitte 2011 für etwas mehr als sechs Monate in Afghanistan. Im Gespräch erinnert er sich an die damalige Situation in dem Krisenstaat … INTERVIEW/AUSZUG… SZ: Jetzt endet der Einsatz. Viele Experten erwarten, dass es nicht lange dauert, bis die Taliban die Macht übernehmen. Was löst das bei Ihnen aus? … Matthias Dix: Klar ärgert es mich, dass es alles nichts gebracht hat. Aber angesichts der Geschichte des Landes gab es schon damals Warnungen, dass es einfach nicht klappen wird, Afghanistan zu befrieden und zu stabilisieren. Für mich ist es ein Auftrag gewesen, den habe ich erfüllt. Aber für die Kameraden, die dort verwundet wurden oder psychisch etwas davongetragen haben, und für die Familien, die dort jemanden verloren haben, ist das natürlich etwas ganz anderes.“

Auf deutsch: Es wurde unter „hypermoralischer“ Aufsicht der politisch Verantwortlichen in den deutschen Ministerien und den Bundesregierungen politisch korrekt (sinnlos) gestorben. Tote Soldaten, deren Leben für praktisch nichts geopfert wurde. Die überfällige knallharte Abrechnung des verqueren und insgesamt reichlich planlosen Afghanistan-Einsatzes unter Anführung der US-Amerkaner kann dabei natürlich nicht nur an den Deutschen festgemacht werden. Diese aber hätten als souveräne Nation die Sinnfrage und die politische Frage stets stellen müssen.

Wer ist der Feind? Was will der Feind? Welche Ziele verfolgt der Feind? Ach so, wir erklären den Afghanen wie man politisch korrekt eigenes Militär aufbaut, den Verkehr regelt, wie man Brunnen und Brücken baut. Der Feind ist irgendwo da draußen, der wird besiegt durch den guten Geist der deutschen und anderer Moralweltmeister, die nur lange genug im Lande bleiben müssen – und schon werden aus blutrünstigen Taliban prima Kumpel, die ihre Frauen nicht mehr wie Vieh halten und nicht mehr schlagen und Mädchen nun doch in Schule und Ausbildung gehen lassen. Auch das Musikverbot der Taliban lassen die dann sein und hören abends am Lagerfeuer Heino mit den lieben Deutschen.

Viele der Taliban-Kämpfer waren keine Afghanen, sondern Ausländer aus Pakistan oder Afrika, die in den Heiligen Krieg ziehen wollten. Von der Bevölkerung wurden wir misstrauisch angeguckt. Wenn wir etwas gefragt haben, war die Antwort immer: Wir haben nichts gehört. Die meisten Menschen wollten einfach zufrieden gelassen werden und ihr Feld bestellen. Anders war es mit den Kindern. Denen haben wir Bälle geschenkt oder zur Winterzeit Süßigkeiten, die wir aus Deutschland geschickt bekommen haben. Das kannten die gar nicht. Im Winter hatten wir als Aufklärer keine Aufträge, da waren wir viel in den Dörfern.“

Mit welcher Strategie deutsche Soldaten ins Ausland ziehen und wie sie sich militärisch-strategisch – sprich: „antimilitärisch“ – dort verhalten, darüber berichtete Jouwatch schon mehrfach. Eine Strategie des Wegsehens, Wegduckens und nett Lächelns. Wir sind die Guten, liebe Taliban und Taliban*innen, wir schießen nicht, seid doch auch mal ein bisschen lieb. So schlimm seid ihr doch gar nicht, ihr seid doch keine Nazis. Wenn ihr Nazis wäret, dann würden wir euch verbieten. Aber da ihr nette Talibs seid, wollen wir mit den „Gemäßigten“ von euch doch verhandeln und euch das Land wieder überlassen. – Ja, so ziehen wir Deutschen heute in den Krieg, mit Peace-Zeichen auf dem Gewehrlauf und ohne Patronen. Bumms macht dann die Realität. Macht das aber nicht wieder, ihr Talibs, wir tun euch doch gar nichts…. jetzt seid mal wieder brav, wir gehen doch schon bald, dann könnt ihr wieder machen was ihr wollt!

Wir sind mit einem kleinen Trupp aus vier Fahrzeugen in der Wüste unterwegs gewe-sen. Eigentlich haben wir aus Sicherheitsgründen die Straßen gemieden, aber wenn das Gelände zu uneben war, sind wir auch auf den Wegen gefahren. Dabei ist das erste Fahrzeug etwa 20 Meter vor uns auf einen Sprengsatz gefahren und wurde weggesprengt. Die Bombe war allerdings sehr tief vergraben, so dass die Sprengwirkung nicht so stark war. Die Insassen haben überlebt, wurden aber alle verletzt. Den Schützen, der aus einer Luke während der Fahrt die Umgebung sicherte, erwischte es so schwer, dass er mit einem Blackhawk-Hubschrauber der Amerikaner ausgeflogen werden musste. Oft haben die Taliban noch eine zweite Bombe versteckt, um die Hilfskräfte zu treffen. Das war zum Glück nicht der Fall.“

Was der Veteran Matthias Dix so alles berichtet, klingt resigniert, traurig und leicht verbittert. Des Soldaten Ehre heisst Treue, lautet ein alter Landser-Spruch, der heute im Treudoofland der Gut- und Bessermenschen natürlich verpönt ist. Dabei ist das Entscheidende tatsächlich die Treue und die Zuverlässigkeit, die Kameradschaft und der Zusammenhalt, was auch heute noch in so ziemlich jeder Armee eine fundamentale Bedeutung hat – was unter den deutschen Kameraden am Hindukusch natürlich auch die Grundlage war.

Denn am Ende geht es um Leben und Tod. Den deutschen Soldaten winkt aber nur noch der Tod, der Rückzug, der Ein- und Ausstieg. Gesiegt und gekämpft wird nicht mehr, vor allem nicht gesiegt. Siegen ist Nazi. Man erreicht eigentlich nichts, ist nur da, und höchstens mal ein klein wenig Selbstverteidung gejt noch, aber – wehe! – wenn dann mal ne Kugel einen Gegner trifft. Dann gibt es Runde Tische gegen militärische Gewalt in Berlin im und vorm Reichstag. Weder politisch noch militärisch kämpfen die Deutschen. Sie simulieren nur den Gutmenschen. Den Versteher. Den Helfer. Nachdem wir nun Afghanistan gerettet haben, retten wir jetzt auch die ganze Welt. Danach retten wir das Weltall. Wir Deutschen haben den Feind immer im Blick! Kampf dem CO2 – wir retten die Luft!

 

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