Kommentar zu Merkel: Nationalsozialismus ist verantwortlich für Vertreibung von Ernuwieder

Nichts dagegen, den Kontext der NS-Zeit mit in die Ausstellung einzubinden.

Nur beginnt die Geschichte nicht erst 1939 oder 1933.

Konsequenterweise müßte man auch die Verfolgungen und Repressalien gegen Deutsche lange vor Zweitem Weltkrieg und NS-Diktatur beleuchten.

Man muß zwar nicht bei Adam und Eva beginnen, aber zumindest die Geschichte seit den Grenzziehungen am Ende des Ersten Weltkriegs sollte nicht ausgeblendet werden.

Die Exzesse gegen die Sudetendeutschen ab 1918ff. oder auch der „Bromberger Blutsonntag“ unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs belegen: der Haß war schon vorher da.

Nicht alles kann man als „Rache“ für die NS-Herrschaft quasi „entschuldigen“.

Wenn schon Vorgeschichte, dann die ganze – auf jeden Fall nicht willkürlich einen „Nullpunkt“ 1939 oder 1933 setzen.

Auch tschechischer Nationalismus ist nicht vom Himmel gefallen.
Den Traum von einem „deutschenfreien“ Böhmen und Mähren träumten tschechische Nationalisten schon früher. Nur bot sich 1945 die historisch einmalige Gelegenheit, ihn endlich in die Tat umzusetzen.

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