Bischöfe stellen sich auf Seite von Kardinal Müllers »Glaubensmanifest«

Nur Tage nachdem der ehemals höchste Glaubenshüter, Kardinal Gerhard L. Müller, ein „Glaubensmanifest“ veröffentlicht hat (Freie Welt berichtete), gibt es bereits erste positive Rückmeldungen im Episkopat.

Der Schweizer Weihbischof Marian Eleganti, und die US Bischöfe Joseph Strickland und Thomas Tobin bedankten sich bei Kardinal Müller für das Manifest, wie LifeSiteNews berichtete.

„Dank sei Gott für Kardinal Müllers Stärke und Treue zu Christus und seiner Lehre“, kommentierte Bischof Strickland. Auf Twitter fügte er hinzu: „Lasst uns diese freudvolle Herausforderung mit neuem Bestreben annehmen…“

Ebenfalls auf Twitter meldete sich Bischof Tobin zu Wort: „Ich habe gerade Kardinal Müllers ‚Glaubensmanifest‘ gelesen. Ich begrüße seine Klarheit, seine Kürze und seine geordnete Herangehensweise. Es ist gut zitierbar und eine herausragende Zusammenfassung des Glaubens. Maria, die Muttergottes, bitte um Gnade für uns, treu zu bleiben.“

Eleganti, Weihbischof von Chur in der Schweiz, kommentierte LifeSiteNews gegenüber: „Ich bin Kardinal G. L. Müller sehr dankbar für seine prophetischen Aussagen zu Fragen des Glaubens und der Verkündigung in einer Zeit der Verwirrung und der Ratlosigkeit bei den vielen Gläubigen und Suchenden. Der Heilige Geist möge uns erleuchten und zu glaubwürdigen Zeugen der Evangelien und des katholischen Glaubens machen!“

Nicht nur Positives war zu hören. Sofort meldete sich auch Kardinal Kasper zu Wort und behauptete, das Glaubensmanifest würde „Verwirrung und Spaltung“ hervorrufen. „Es ist zweifellos wahr, dass das Bekenntnis des dreieinigen Gottes und den Menschen als Abbild Gottes einen grundlegenden Unterschied zu anderen Religionen darstellt. Aber gibt es nicht Ähnlichkeiten, besonders mit den Juden und den Muslimen, im Glauben an den einen Gott? Und sind diese Ähnlichkeiten heute nicht grundlegend für den Frieden in der Welt und in der Gesellschaft? Die halbe Wahrheit ist nicht die katholische Wahrheit!“, Klagte Kasper und bezichtigte Müller damit „unkatholisch“ zu sein und nur die „halbe“ Wahrheit zu sagen.

Kardinal Kasper war der Vorreiter im Streit für die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene und für eine Lockerung in der Kommunionspendung.

„Total entsetzt“ sei er beim Lesen des Textes von Müller, als dieser schrieb, dass fehlendes Lehren der katholischen Wahrheiten „der Betrug des Antichristen“ sei.

Kasper warf Luther dann vor, Luther zu ähneln: „Einer, der sich zu Recht für Reformen in der Kirche einsetzt, diese aber hinter dem Rücken des Papstes verfolgt und gegen ihn durchsetzen will? Das würde ich kaum glauben. Denn das kann nur zu Verwirrung und Spaltung führen. Das könnte die katholische Kirche aus den Fugen lösen,“ so Kasper.

Auf diesen Vorwurf ging in einem Gastkommentar bei kath.net Bischof Eleganti ein: „Wer das Glaubensmanifest von Kardinal Müller als Gegenzeugnis zu Papst Franziskus liest, obwohl es nur die katholische Lehre widergibt, unterstellt paradoxerweise selbst eine Diskrepanz zwischen beiden.“

„Ich gehe davon aus, dass zwischen dem katholischen Katechismus und Papst Franziskus bei den von Kardinal Müller zitierten und in Erinnerung gerufenen Glaubenswahrheiten kein Gegensatz besteht.“

(jb)

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