Fußnoten zum Mittwoch

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Dass die deutschen, bald die Bundeskanzlerin stellenden, Grünen hauptsächlich ökoverkleidete Stalinisten und Maoisten sind, wurde endgültig als ultrarechte Faschopropganda entlarvt: sie finden ihre Wurzeln beim leninistischen Komsomol. Na gut, nochmal Glück gehabt.

Übrigens putzig, dass die braungrüne Jugend glaubt, mit der Erklärung, sie wüssten nicht, wer der Urheber dieser Propagandabilder sei, wäre alles wieder gut. Nein, das würde es sogar schlimmer machen, weil es beweist, dass selbst ohne Vorkenntnis (was man denen nun wirklich unbesehen glauben kann, denn Wissen ist die größte Mangelware in dieser Dunning-Kruger-Selbsthilfegruppe) aus einem beliebigen riesigen Stapel an verfügbaren Bildern, wie man sie nun einmal bei der Stockphoto-Quelle vorfindet, das Herz zielsicher von den Abziehbildern erzkommunistischer Klassenkampfpropaganda angezogen wird und diese als zur eigenen Ideologie passend ausgewählt. Das ist kein Hoppala sondern eine Freudsche Offenbarungsleistung. Als würde sich ein Pädophiler mit der Ausrede, er hätte ja nicht wissen können, wie jung die Kleine ist, zielsicher das Bild einer nackerten Zwölfjährigen aus einem Stapel Pornobilder ziehen. Manchmal funzt die Camouflage einfach nicht bei jedem. Macht aber nichts, denn solange die Mehrheit zu blöd ist, selbst dann die richtigen Schlüsse zu begreifen, wenn sie ihnen sogar schon von der Bildzeitung entgegengebrüllt werden, dann spielt es eh keine Rolle mehr.

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Boris Palmer, der in die Reihen der Braungrünen etwa so hineinpasst wie Sarah Wagenknecht zu den Linken oder ein Kanarienvogel zu einer Horde Spatzen, soll von denen nun ausgeschlossen werden. Weil er „Neger“ gesagt hat. Für „Indianer“ kann man Buße tun, das geht noch, aber beim „N-Wort“ ticken die Sprachfaschisten komplett aus, selbst dann, wenn man es, wie bei Palmer nun mal geschehen, als Zitat einer anderen Person verwendet. Der Grund war der Rochaden-Rauswurf von Dennis Aogo, weil der in einem TV-Kommentar gesagt habe, Manchester City trainiere „bis zum Vergasen“. Das wäre schlimmste „Holocaust-Verharmlosung“.

Noch so ein typischer, von Fakten unberührter braungrüner Reflex. Die Redewendung „arbeiten bis zur Vergasung“ stammt nämlich aus dem Ersten Weltkrieg, der ja für jene, deren Weltgeschichte auch Zeiträume vor 1933 umfasst, als Stellungs- und Gaskrieg mit Millionen Toten bekannt ist. Dort schrieben die Soldaten in der Feldpost zynisch nach Hause, sie würden „durchhalten bis zur Vergasung“. Das wurde zur geflügelten Redewendung und hat sich bis heute im deutschen Sprachgebrauch erhalten als Synonym für stramme Pflichterfüllung und Arbeiten bis zum Umfallen. Mit Juden und Auschwitz hat das genau gar nichts zu tun, aber wer im Geiste der Braungrünen glaubt, Adolf Hitler hätte 1933 aus dem davor allumfassenden Nichts heraus die Welt erschaffen, wird das niemals begreifen. Aber zumindest eines beherrschen die Grünen: sabbern, wenn das Glöckchen klingelt.

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