ARD und ZDF mutieren zu Pressesprechern der Grünen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in Deutschland finanziert sich von der den Bürgern des Landes aus den Taschen geleierten Zwangabgabe. Seinem wie eine Monstranz vor sich her getragenem Selbstverständnis nach will der ÖRR angeblich politisch neutral sein. Davon ist er allerdings kilometerweit entfernt. Haben ARD und ZDF bislang Regierungsfunk nach Vorbild des SED-Regimes gemacht und die Politik von Merkel und Co. dem Zuschauer im gleichen Stil verkauft wie die »Aktuelle Kamera« einst die angeblichen Errungenschaften und Erfolge des Sozialismus, so hat man bei den Rundfunkräten (die von den Altparteien gestellt werden) beider Sender erkannt, dass es sich nicht lohnt, ein totes Pferd weiter reiten zu wollen.
Mit fliegenden Fahnen wechseln ARD und ZDF jetzt von Merkel zu den Grünen und mutieren zu deren Pressesprechern. Bei der ARD bewarb man sich via Twitter nachdrücklich dafür, diese Aufgabe vollständig zu übernehmen. Als Antwort auf einen kritischen Beitrag über die Kanzlerkandidatin Baerbock der Grünen antwortete das ARD(!) – und nicht etwa die Presseabteilung der Grünen -: »Schauen Sie sich die Ausbildung der Frau an. Wenn das keine Bildung ist…«
Zu den Fakten: Baerbock hat Abitur und hat studiert – was sie von einigen ihrer Parteikollegen deutlich abhebt. Aber: richtig gearbeitet in der freien Wirtschaft hat Baerbock in ihrem Alter (36 Jahre) noch nicht. Nach ihren zahlreichen Studiengängen war sie Büroleiterin einer Grünen EU-Politikerin, anschließend Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Von den Problemen des Alltags, die Hans und Hannelore Mustermann mit ihrem knappen Einkommen zu bewältigen haben, hat Baerbock keine Ahnung. Das aber fällt den Propagandisten bei ARD und ZDF nicht auf; sie stilisieren Baerbock zur Retterin der Nation hoch. Und verlangen dafür einen noch tiefern Griff in den Geldbeutel der Bürger, die sie – falls diese die Zahlung verweigern – für deren Verweigerung mit Zwangsmaßnahmen bis einschließlich der Einknastung überziehen.

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