Chimären von Mensch und Affe in Petrischalen erzeugt

Chinesische „Forscher erzeugen chimäre Mensch-Affe-Embryonen“. Dazu wurden zu befruchteten Eizellen von Makaken nach einigen Tagen und Zellteilungen in Petrischalen pluripotente Stammzellen von Menschen hinzugefügt, die sich dann teilweise weiter im Zellverbund vermehrten. Die Einpflanzung in einen Uterus erfolgte nicht, könnte aber zukünftig versucht werden. Rein wissenschaftlich ist das interessant und ein Durchbruch. Medizinisch gibt es die Hoffnung, dass es irgendwann gelingt, menschliche Organe in ansonsten tierischen Organismen heranzuzüchten, um sie in kranke Menschen verpflanzen zu können.

Ethisch ist das jedoch ein Albtraum, insbesondere wenn sich bei den Chimären nicht einfach ein menschliches Organ (möglichst nicht das Gehirn) vom restlichen tierischen Körper abgrenzen lässt. Welchen rechtlichen Status hätten solche Mischwesen? Aber auch sonst behandeln wir Menschen viele Tiere zu schlecht. Der Schutz von Menschen ist natürlich noch wichtiger, außerdem die Erhaltung der Art, die von einem solchen Versuch noch nicht gefährdet wird, von dieser Forschungsrichtung bei hinreichenden Fortschritten hingegen schon.

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