Kommentar zu Die EU hat ihre Selbstachtung verloren von Johannes

Die EU will die Türkei unbedingt aufnehmen, zum Teil sicherlich aus den selben Großmachtfantasie die schon einen Verheugen auf teufelkommraus erweitern ließen.
Doch die EU stößt an ihre Grenzen, durch vollkommen instinktlose Arroganz hat man die Chance der viel näher liegenden Ukraine auf einen Beitritt vermauert. Erdogan weiß um die geopolitische Wichtigkeit seines Landes.
Was aber entscheidend sein muß, er sieht die Demokratie als Vehikel das er benutzen will um aus ihr wieder auszusteigen wenn er am Ziel ist.
Das er nur widerwillig mit diesem Vehikel fährt und es immer wieder anhält um kurzfristig auszusteigen hat er oftmals bewiesen.

Es blieb jedesmal konsequenzlos und Erdogan wurde dadurch ermutigt in seinem Wahn obwohl jeder sehen kann das er wirtschaftlich auf schwachen Beinen steht nützt man diese Tatsache nicht um ihm glasklar die rote Linie aufzuzeigen.

Die EU setzt sicherlich darauf das sie eine Institution ist welche unabhängig wer gerade an ihrer Spitze steht fortbesteht, während das System Erdogan eher am Ende ihrers physischen Bestehens steht. Nach Erdogan kann die Türkei vollkommen anders ausgerichtet sein.
Wenn man jetzt jede Verbindung kappt könnte es nach Erdogan schwer und mühsam sein die Bevölkerung der Türkei für Europa zu gewinnen, vor allem würde sich die türkische Politik nach Erdogan schwer tun den Kurs zu wechseln.
Ich denke diese strategischen Überlegungen sind ein Teil des europäischen Erscheinungsbildes beim Umgang mit Erdogan.

Ich halte diesen Umgang für falsch und glaube das Erweiterung irgendwo seine Grenzen haben muss.
Eine Überdehnung könnte letztendlich die gesamte EU zerstören.

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