Wissenschaftler des Pentagons planen Chip, der Covid-Infektion erkennt

Chance oder Bedrohung?

Wissenschaftler im Pentagon entwickeln einen subkutanen Chip, der eine Coronavirus-Infektion erkennt, noch bevor Symptome der Infektion auftreten. Die Erfindung könnte helfen, die ungewollte Verbreitung von SARS-CoV‑2 einzudämmen.

Der Chip befindet sich in der Endphase der Tests. Er befindet sich in einem grünen Gel, das unter die Haut injiziert wird. Ein spezieller Sensor darin prüft ständig das Blut und erkennt eine Infektion, sobald eine solche auftritt.

Wie es funktioniert

Den Chip wird unter Ihrer Haut implantiert und verfolgt die chemischen Reaktionen in Ihrem Körper; ein Signal sagt Ihnen, ob Sie morgen Symptome haben werden

– erklärte der Arzt Matt Hepburn, der das Team der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) leitet, im Fernsehsender CBS.

Vertreter des Pentagons dementieren, dass der Chip für sonstige Ziele verwendet wird und es etwa erlauben würde, Menschen zu verfolgen, die ihn implantiert bekommen.

Die häufigsten Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion sind Husten, Fieber sowie Geruchs- und Geschmacksverlust. Wenn dies der Fall ist, sollte eine Prüfung und Isolierung durchgeführt werden. Allerdings zeigen bis zu einem Drittel der Infizierten keine Symptome der Krankheit. Die Innovation der Pentagon-Wissenschaftler kann also bei der ungewollten Ausbreitung des Virus helfen.

Ein symbolischer Ort

Dr. Hepburns Vortrag wurde auf dem Flugzeugträger Theodore Roosevelt gehalten, wo sich im vergangenen Jahr fast 1.300 Besatzungsmitglieder mit dem Virus infiziert haben.

Hepburns Team entwickelte auch einen speziellen Filter, der in eine Dialysemaschine eingesetzt wird und das Virus aus dem Blut entfernt. Die US Food and Drug Administration (FDA) hat die Verwendung dieses Geräts bereits genehmigt. Es hilft derzeit etwa 300 Patienten in den USA, die sich in einem kritischen Zustand befinden.

Quelle: wPolitiyce


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