Günther Jauch hat Corona und lässt sich impfen – oder wars andersum?

Zu Pandemie und Ausnahmezustand gehört die Propaganda wie der Treibstoff zum Auto; das weiß auch die Bundesregierung. Doch nun ergeht es ihr nicht besser als beim Impfen selber: Die liegt, kaum aus der Garage gekommen, im Graben.
Einer ihrer wichtigsten »Impfluenzer«, der Mediensassa und Wissenssimulator Günther Jauch, ist mit dem Corona-Virus infiziert. Zwar haben die Propagandisten der Regierung Glück im Unglück – Jauch erkrankte schon vor seiner Impfung. Aber wie Jauch es darstellt, deckt seine Schilderung allen gewollten und ungewollten Unfug auf, den die Regierenden in der Pandemie seit über einem Jahr treiben.Laut NZZ geht es dem Infizierten »gut«. Jedenfalls sagte das der 64-Jährige am Samstag in der »Denn sie wissen nicht, was passiert«. Er war per Video zugeschaltet und offenbar nicht ganz im Bilde. Die anwesende Barbara Schöneberger gab ihm dann zwar den Hinweis, er sähe aber doch etwas mitgenommen aus. Aber der Medienstar blieb auf Gegenkurs und erklärte: »Die Sache ist ganz einfach. Ich bin – wie zweieinhalb Millionen andere Deutsche auch – an Covid-19 erkrankt«. Zu den Symptomen führte er aus: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, »mir geht es irgendwie nicht so gut.« Nicht dass jemand noch auf die Idee kommt, Corona sei doch nicht so schlimm.
Dann hat Jauch »sogar einen Schnelltest gemacht«, wie er sagt. Der, wie könnte es anders sein, negativ ausfiel. »Alles in Ordnung.« Als es ihm dann noch schlechter geht, habe er am nächsten Tag einen PCR-Test gemacht. Danach »hat es sich herausgestellt, dass ich infiziert bin.« Nach 14 Tagen Quarantäne sei er aber »am nächsten Samstag« »wieder dabei.« – Natürlich erst, wenn er »dann natürlich einen ordentlichen Test gemacht habe, der dann negativ ist«.
Das wichtigste zuletzt: Nach der Genesung lässt er sich sobald wie möglich impfen. Denn noch sei er nicht geimpft gewesen, auch wenn das einige meinen, weil er mit einem Pflaster am Arm gesehen wurde. »Ich werde erst geimpft, wenn ich dran bin. Ich weiß noch nicht, wann es ist.« – Eine seltsame Ansage für jemanden, der an einer Impfkampagne teilnehmen soll.
Daran ändert auch nichts, dass Jauch betont: »Ich lasse mich auf jeden Fall impfen. Und egal auch mit welchem Impfstoff. Das Risiko, zu erkranken, ist für meine Begriffe viel bedeutender als das Risiko, dass es da irgendwelche Nebenwirkungen beim Impfen gibt.«
Wir wissen nicht, woher Jauch die Nebenwirkungen der Impfung kennt. Aber dafür weiß er, wie groß das Risiko ist, an Corona zu erkranken. Für ihn war es ganz offenbar recht gering: Kopf- und Gliederschmerzen. Und nach 14 Tagen ist alles vorbei. Dann geht es weiter mit: »Denn sie wissen nicht, was passiert«.

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