Ibiza-Detektiv laut Strache: »Ich bekomme demnächst vom ‘Spiegel’ das Geld«

Im Januar 2019 habe der »Privatdetektiv« Julian H. in einem Chat an einen Kollegen geschrieben, dem er 70.000 Euro geschuldet habe:  »Mach dir keine Sorgen, ich bekomme demnächst vom ‘Spiegel’ das Geld.« (Hier im Video bei 17:40).
Der »Spiegel« habe immer betont, niemals für das »Ibiza-Video« Geld bezahlt zu haben, so Strache. »Aber dass es Kreise gibt, die gezahlt haben müssen, liegt auf der Hand. Niemand kann sich diese Verfahrenskosten, die heute über eine Million Euro ausmachen, leisten«, so Strache. »Das ganze jahrelang zu planen, die ganzen Schauspieler und Mittäter zu bezahlen, kostet viel Geld. Die werden aber auch für sich persönlich was verlangt haben.
Es sei von »Gold in Liechtenstein und der Schweiz« die Rede, sagte Strache. »Da wird Geld geflossen sein. Und die Frage ist, hat der Herr Julian H. vielleicht sogar über die Wirecard eine Prepaid-Karte gehabt, wo ihm Geld übergeben worden ist?«
Diese Woche hatte die Nachrichtenseite Exxpress das komplette »Ibiza-Video« veröffentlicht,aus dem die »Süddeutsche« und »Spiegel« 2019 nur wenige Minuten veröffentlicht hatten, und alle entlastenden Aussagen Straches entfernt hatten.  Strache prüfe rechtliche Schritte gegen diejenigen, die ihn angeschwärzt hatten.
»Und das wurde bewusst verheimlicht«, soExxpress-Chefredakteur Richard Schmitt:  »Denn natürlich hätten wir uns am 17. Mai 2019 auch eine längere Version des Films angesehen. Ein seit langem geschmiedeter Plan für einen »Regime Change« wäre dann aber nicht aufgegangen.«
Der FPÖ-Abgeordnete im Ibiza-UntersuchungsausschussChristian Hafenecker erhob schwere Vorwürfe gegen die Journalisten Bastian Obermayer und Frederick Obermaier von der »Süddeutschen Zeitung«:
»Vor allem die beiden Obermayers von der Süddeutschen haben nur die negativsten Sachen herausgeschnitten und nicht auf die anderen Sachen verwiesen. Im Buch teilweise, aber nicht in der Tagesberichterstattung«. Im Nachgang der Ibiza-Affäre habe sich gezeigt, dass die ÖVP-Regierung von Sebastian Kurz alle Korruption umgesetzt habe, die man der FPÖ vorgeworfen habe, so Hafenecker, der Aufgrund der Enthüllung um die Postenvergabe bei ÖBAG und Casinos Austria Neuwahlen spätestens bis zum Herbst erwartet.


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