Weiter geht’s im Hahnenkampf…

Inzwischen gibt es sogar ein Wörterbuch mit dem Titel „Merkel-Deutsch“ und auch der Hashtag #merkeldeutsch legt nahe, dass man Dr. Angela Merkels Gerede („Wir brauchen Handeln in den Ländern“) womöglich besser verstehen kann, wenn man eine Flasche Wein intus hat. Aber selbst wenn sich ihre geschliffener formulierenden Sprecherinnen an der Interpretation von Merkels Gedanken versuchen, bleibt stets das Erratische im Vordergrund. Nachdem die von ihren Götzendienern in den Medien als Gottkanzlerin Verehrte diese gestern über Armin Laschets Brücken-Lockdown spotten ließ, heißt es nun plötzlich, jede Forderung nach einem „kurzen, einheitlichen“ Bundes-Lockdown sei richtig. Bild, von Agenturhanseln mit dem Wort „Brücken-Lockdown“ in seiner Formulierungsehre gekränkt, nennt den Laschet-Plan nun „Ruck-Zuck-Lockdown“. Der von Merkel und ihrem Söder verspottete Laschet aber gibt den Hahnekampf um die Kanzlerkandidatur noch lange nicht verloren. Bestens gelaunt besuchte er das erste Impf-Drive-In im Homeland NRW und stellte nüchtern fest: Das Impf-Tempo schreite exponentiell voran. Der andere Gockel, Söder, der bislang noch nicht den Mut aufbrachte, wirklich zu kandidieren, war vom Gespreize seines Gegners so überrascht, dass er lasch erwiderte, jetzt sei nicht die „Zeit für Experimente“. Und für Öffnungen schon gar nicht, obwohl er gerade erst verkündet hatte, künftig dürften Geschäfte in Kommunen mit einer Inzidenz von über 100 Einkäufe mit Termin auch in Söderland anbieten – wie in NRW. Der Leser mag verzeihen, dass wir auf die jeweiligen Details der Öffnungen und Inzidenzen und Impfpläne der beiden Kampfhähne nicht weiter eingehen. Von der Materie verstehen beide gleich wenig und die Zacken und Stempel der jeweiligen Verordnungen sind nur noch für Briefmarkensammler […]

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