ARD: Über 9400 Euro durchschnittliche Personalkosten pro Mitarbeiter?

Achtung: Die ARD hat eine Klarstellung publiziert.
Die ARD weist in ihrer Klarstellung darauf hin, dass die Berichte, die ursprünglich von »Heise-Online« und »Focus-Online« verbereitet wurden, »Vergütung« und »Personalaufwand« verwechseln.
Wörtlich erklärt die ARD in Ihrer Klarstellung:
»[…] Außerdem werden (bspw. in heise.de und Focus-online) bei einem Vergleich von Gehältern aktuell Äpfel mit Birnen verglichen: So verwechseln die einschlägigen Autoren beispielsweise “Vergütung” mit “Personalaufwand”. Bei einem Vergleich von Gehältern muss beachtet werden, dass es sich bei den ARD-Angaben im KEF-Bericht um den Personalaufwand pro Kopf handelt, nicht um die Vergütung pro Kopf, unter der im allgemeinen Sprachgebrauch das Bruttogehalt verstanden wird. […]«

Unser ursprünglicher Artikel:
Die Mitarbeiterkosten sind im Durchschnitt so hoch, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Pro Kopf und Monat zahlt die ARD durchschnittlich 9.422 Euro Personalkosten. Im Jahr sind das 113.060 Euro pro Person. Damit ist die durchschnittliche Vergütung höher als bei DAX-Konzernen. Ein Wahnsinn! Das sind Top-Gehälter, die die ARD-Mitarbeiter bekommen. Trotzdem will die ARD mehr Geld von Bürgern. Die GEZ-/Rundfunkbeiträge sollen erhöht werden. Was für eine dreiste Forderung angesichts dieser Gehälter und Personalkosten [siehe Bericht »Focus-Online«, »Heise-Online«]. Warum sind öffentlich-rechtliche Institutionen nicht zum Sparen aufgefordert worden?
Kein öffentlich-rechtlicher Rundfunk (ÖRR) und auch kein staatlicher Rundfunk auf der ganzen Welt ist so teuer wie unser ÖRR. Rund 8 Milliarden Euro kassiert der ÖRR jährlich von den Bürgern ab. Davon entfallen rund 5,5 Milliarden auf die ARD. Damit werden rund 20 Fernsehsender und fast 70 Radiosender finanziert.
Brauchen wir das? Angesichts der vielen privaten Sender? Angesichts des breiten Internet-Angebotes? Angesichts der vielen Auslandssender? Angesichts der vielen Musik-Flatrates? Angesichts der vielen sonstigen Informationsmöglichkeiten? Der ÖRR ist ein Dinosaurier aus einer vergangenen Zeit. Jetzt Gebührenerhöhungen zu fordern ist dreist gegenüber den Bürgern.

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