Katholische US-Bischöfe warnen vor Johnson & Johnson Impfung

Die US-Konferenz der Katholischen Bischöfe (USCCB) drängt die Gläubigen, Alternativen zu den Coronavirus-Impfstoffen, die von Janssen, einem Unternehmen von Johnson & Johnson, hergestellt werden, zu suchen, mit dem Argument, dass das Produkt durch seine Verbindung zu abgetriebenen fötalen Zellen zusätzliche moralische Bedenken aufwirft, wieFOX News berichtete.
In einerPressemitteilung am Dienstag sagte Bischof Kevin C. Rhoades, dass die Menschen stattdessen die Impfstoffe von Pfizer oder Moderna nehmen sollten, wenn möglich.
»Im Falle, dass man zwischen ebenso sicheren und effektiven COVID-19-Impfstoffen wählen kann, sollte der Impfstoff mit der geringsten Verbindung zu abgetriebenen Zelllinien gewählt werden,« heißt es in der Erklärung von Rhoades. »Wenn also die Möglichkeit besteht, einen Impfstoff zu wählen, sollten die Impfstoffe von Pfizer oder Moderna den Impfstoffen von Johnson & Johnson vorgezogen werden.«
Am Freitag veröffentlichte die Erzdiözese von New Orleans eine ähnliche Erklärung mit der Warnung, dass »die neueste Impfstoff von Janssen / Johnson & Johnson ist moralisch kompromittiert« seien.
Die USCCB sagte zuvor, dass Katholiken die Impfstoffe von Moderna und Pfizer erhalten könnte und merkte an, dass die Verwendung der Produkte »sehr weit vom ursprünglichen Übel der Abtreibung entfernt sei.«
Die Debatte dreht sich um die Zelllinie HEK-293, die aus einem in den frühen 1970er Jahrenabgetriebenen Fötus geklont wurde. Die Zelllinie selbst besteht nicht aus originalem fötalem Gewebe und weder die Impfstoffe von Moderna, Pfizer noch Johnson & Johnson enthalten fötales Gewebe. Die Food and Drug Administration der USA erteilte am Samstag eine Notfallzulassung für den Impfstoff von Johnson & Johnson.
Die Erzdiözese betonte die Rolle der medizinischen Anbieter und das Gewissen des Einzelnen.
»Wir behaupten, dass die Entscheidung, den COVID-19-Impfstoff zu erhalten, eine individuelle Gewissensentscheidung in Absprache mit dem medizinischen Anbieter bleibt«, heißt es in der Erklärung.
»Zusätzlich bestätigen wir, dass die Position der Kirche in keiner Weise das Fehlverhalten derjenigen schmälert, die sich entschieden haben, Zelllinien aus Abtreibungen zur Herstellung von Impfstoffen zu verwenden. Dabei raten wir, dass, wenn der Moderna– oder Pfizer-Impfstoff verfügbar ist, Katholiken sich entscheiden sollten, einen dieser Impfstoffe zu erhalten, anstatt den neuen Impfstoff von Johnson & Johnson zu erhalten, weil er in großem Umfang Zelllinien verwendet, die von Abtreibungen stammen.«
Einige Bischöfe veröffentlichten imDezember 2020 eine Erklärung, die alle Impfstoffe verurteilte, mit dem Argument der formellen Mitarbeit des Bösen:
»Im Fall von Impfstoffen, die aus den Zelllinien abgetriebener menschlicher Föten hergestellt werden, sehen wir einen klaren Widerspruch zwischen der katholischen Lehre, die Abtreibung in allen Fällen kategorisch und ohne den Schatten eines Zweifels als ein schweres moralisches Übel ablehnt, das zum Himmel nach Rache schreit (siehe Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2268, Nr. 2270), und der Praxis, Impfstoffe, die aus abgetriebenen fötalen Zelllinien gewonnen werden, als moralisch akzeptabel in Ausnahmefällen ‚dringender Notwendigkeit‘ zu betrachten – auf der Grundlage einer entfernten, passiven, materiellen Kooperation. Zu argumentieren, dass solche Impfstoffe moralisch zulässig sein können, wenn es keine Alternative gibt, ist in sich selbst widersprüchlich und kann für Katholiken nicht akzeptabel sein,« hieß es in der Verlautbarung.
Der Schriftsatz wurde von Kardinal Pujats und den Bischöfen Peta, Lenga, Strickland und Schneider unterzeichnet.

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