Fußnoten zum Freitag

 

Liebe Großdemonstrationsplaner, könntet ihr bitte den nächsten Termin an einem Sonntag ansetzen, oder einem Samstag, an dem ich nicht bei einem Kunden arbeiten muss? Ich möchte unbedingt die komplette Demonstration persönlich durchsuchen, ob ich irgendwelche bekannten Neonazis wie den Küssel oder auch nur den Strache treffe. Ich will von denen zwar nichts, aber wenn im Vorfeld jeder geplanten Demo medial das Narrativ gepaukt wird, man würde mit Nazis marschieren, wenn man gegen Kurz und Anschober auf die Straße geht, damit die Teilnehmerzahl möglichst klein gehalten wird, dann möchte ich das gerne mal persönlich recherchieren, ob es sich um eine auf Fakten basierende Information der Qualitätsmedien oder einfach nur gekaufte Propaganda durch eine regierungskonforme Lügenpresse handelt.

Also das nächste Mal bitte dran denken, einen besseren Termin zu wählen.

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Die Chinesen schicken uns ein Virus, überzeugte Maoisten verfassen die Strategiepapiere des deutschen Innenministeriums und jetzt gehen die Chinesen gerade auf Einkaufstour durch Europaund kaufen die ganzen kaputtgelockdownten Firmen spuckbillig auf. Was es nicht alles für Zufälle gibt.“

Also notete ich am Montag Fuß.

Und jetzt das: die Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands, die „Leopoldina“, bekannt geworden durch medial gepushtes lautes Schreien nach noch härteren und längeren Lockdowns, hat in ihren Reihen ein glühendes Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas marschieren, aber keinen kleinen Nobody, sondern den direkt der Regierung unterstehenden Chef der Nationalen Seuchenschutzbehörde, der unter anderem auch in der Chinesischen Akademie der Wissenschaften als Professor am Institut für Mikrobiologie tätig ist. Dass er nebenher auch noch an der gleichen Oxford University tätig ist, die wir von AstraZeneca her kennen, ist da nur noch ein Zuckerstreuserl über das Törtchen.

Die Zufällehäufen sich.

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Auch gestern wieder neue Freudenverkündigungen zu den „Lockerungen“ in Österreich. So sollen jetzt bereits vier Menschen aus zwei Haushalten, die sich treffen, von der Polizei als „nicht genehmigte Veranstaltung“ zerschlagen werden können. Man muss die Geburtstagsfeier mit der Familie des eigenen Bruders als Veranstaltung anmelden und um behördliche Erlaubnis bitten, sich zum privaten Treffen „freitesten“ und darf dann im Freien mit umgeschnalltem Maulkorb sitzen. Wir sind nahe dran an deutschen Verhältnissen, wieder einmal: SEKs, die Kindergeburtstage stürmen, gesetzeswidrige Zusammenrottungen von mehr als drei Personen zum Skatspielen oder Grünkohlessen zerschlagen und renitent spazierengehende und vor Schaufenstern allgemeingefährdend stehen bleibende Omas, sorry, Umweltsäue mit einem halben Dutzend Beamter überwältigen, zu Boden werfen und in die Minna schleifen. Diese Szenen aus Deutschland waren für unsere Grünen einfach zu schön, das wollen die jetzt auch in Österreich, und das ganz im Sinne ihres Koalitionsfeindes.

Wer jetzt immer noch nicht begriffen hat, wo die Reise hingeht, dem ist nicht mehr zu helfen. Jammert später nicht, das hätte niemand kommen sehen. Kommen sehen kann es jeder, absolut jeder; nur wer es nicht sehen will, verleugnet es weiter.

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