Doch keine NAZI-Verschwörungstheorie: Der weitaus größte Anteil der Covid-Intensivpatienten sind Migranten

Gunnar Schupelius von der Berliner Zeitung traut sich schonmal was. So fragte er am 29. November während des Lockdowns in einem Beitrag unter dem Titel „Was man uns über Corona nicht sagt“, wer denn die Patienten sind, die auf der Intensivstation liegen. Das fragte er völlig ergebnisoffen, denn die Intention war: „Wenn man wüsste, wo sie sich angesteckt haben und warum und unter welchen Umständen, dann könnte man gefährdete Menschen besser schützen. Doch der Senat gibt dazu einfach keine Auskunft“. Jetzt kommt heraus, warum das so ist. Und zwar durch Herrn Wieler vom RKI: Der weitaus größte Anteil der Covid-Intensivpatienten sind Migranten.

Die CDU-Politikerin Erika Steinbach zitierte diesen Artikel auf Twitter und wurde natürlich ziemlich angefahren, sie sei eine Schande für Deutschland, sie lüge und wolle nur zu Gunsten der AfD Hass schüren und Stimmen durch rassistische Debatten zu erhalten. Lustigerweise sagt der Kommentator „JülienTea“ dann zum Abschluss: „Die beste Waffe: Wahrheit, Demokratie und Gerechtigkeit.“

Ja, nun ist sie da, die Wahrheit, und sie wird JülienTea gar nicht gefallen. Leider liegt der entsprechende BILD-Artikel hinter einer Bezahlschranke, aber die Aussagen des Präsidenten des Robert Koch Institutes, einer staatlichen Behörde sind mehrfach zitiert und stehen im Netz:

„Auf den Intensivstationen in Deutschland scheint ein sehr großer Teil der schweren Coronafälle Patienten mit Migrationshintergrund zu sein. Diese Tatsache wird offenbar in der Bundesregierung als Tabu empfunden, wie aus einem Gespräch von RKI-Chef Prof. Lothar Wieler (60) und Chefärzten hervorgeht.

Danach macht den Medizinern unter anderem Sorge, dass es hohe Ansteckungszahlen aufgrund sprachlicher Barrieren gibt. Ihre zweite Sorge: In der Bundesregierung wollte das Thema offenbar niemand aufgreifen – aus Angst vor einer Rassismus-Debatte.“

Diese Sätze fallen in einem Gespräch zwischen RKI-Präsident Lothar Wieler und Klinik-Chefärzten am 14. Februar dieses Jahres:

Die Bild-Zeitung zitiert in diesem Zusammenhang den Leiter der Lungenklinik Moers, Thomas Voshaar. Der Mediziner habe unter Verweis auf Erhebungen vom November und Dezember 2020 sowie von Anfang Januar 2021 gesagt: „Diese zeigen sehr deutlich, dass es offensichtlich eine Gruppe gibt, die die Politik mit Corona-Warnungen überhaupt nicht erreicht. Das sind Menschen mit Migrationshintergrund.“ Nach seiner Kenntnis „hatten immer über 90 Prozent der intubierten, schwerstkranken Patienten einen Migrationshintergrund“. Man habe sich intern darauf geeinigt, „dass wir solche Kranke als ‚Patienten mit Kommunikationsbarriere‘ bezeichnen wollen“. 

Und weiter zitiert die Berliner Zeitung:

„In dem Bild-Bericht wird darüber hinaus RKI-Chef Lothar Wieler mit den Worten zitiert: „Ich habe das genauso gehört. Aber es ist ein Tabu. Ich habe versucht, auf bestimmte Menschen zuzugehen. Wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen. Das Ganze hat für Berlin riesige Auswirkungen. Das ist ein echtes Problem.“ Seine Aussagen wolle Wieler allerdings nicht als abschließende Feststellungen verstanden wissen. Es habe sich nicht um ein öffentliches Expertengespräch, sondern um einen persönlichen, informellen Austausch gehandelt.“ 

In der BILD werden weitere Äußerungen Wielers wiedergegeben:

Wieler betonte in dem Gespräch, ihm sei diese Problematik bekannt. „Ich habe das genauso gehört. Aber es ist ein Tabu. Ich habe versucht, auf bestimmte Menschen zuzugehen. Wir müssen über Imame auf diese Religionsgruppe eingehen. Das Ganze hat für Berlin riesige Auswirkungen. Das ist ein echtes Problem.“

(…)

„Da sind Parallelgesellschaften mitten in unserem Land. Wenn man dort etwas ausrichten will, klappt das nur mit beinharter Sozialarbeit in den Moscheen. Und da kommen wir nicht rein. Und das ist Mist. Diese Gruppe besteht aus vier Millionen Menschen in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 4,8 Prozent. Auf den Intensivstationen liegen aber deutlich über 50 Prozent aus dieser Gruppe.“ 

Der Leiter der Lungenklinik Moers, Thomas Voshaar, wird von BILD noch einmal zitiert:

„Voshaar habe Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) über seine Erkenntnisse informiert. Er sagte in der Schalte: ‚Alle die ich gesprochen habe, bis hin zu Herrn Spahn haben gesagt: OGottoGottoGott.‘“ 

Das kann man sich lebhaft vorstellen. So etwas ist nach heutiger Lesart blanker Rassismus, egal ob es harte Fakten sind oder nicht. Und davor hat man natürlich furchtbar Angst im Kanzleramt. Das Jahr 2015 ist und bleibt unvergessen und seitdem werden dauernd zum einen Beschwichtigungs-Eiertänze aufgeführt, um nur ja die negativen Folgen davon nicht zugeben zu müssen und zum anderen wird jedem, der da in Richtung „Migranten“ irgendetwas Kritisches andeutet, egal warum, mit der Nazi- und Rassismuskeule und Rechtsextremismus gedroht.

Nun ist ihnen die Wahrheit aber auf die Füße gefallen und die Katze jetzt aus dem Sack. Die BILD schreibt weiter, dass Herr Spahn die Warnungen in Bezug auf den hohen Migrantenanteil unter den schweren Covid-Fällen „überhaupt nicht ans Kanzleramt weitergeleitet“ habe. Bei den Corona-Gipfeln der Kanzlerin sollen diese, den Medizinern bekannte Fakten, nie ein Thema gewesen sein. Sieh an. Die Minister und Ministerpräsidenten ziehen auch schon vorbeugend den Kopf ein und trauen sich nicht, gegenüber der Kanzlerin die Fakten anzusprechen?

Im Gegenteil, Minister Spahn, wie die BILD süffisant anmerkt, hatte noch im November in der FAZ erklärt:

„Einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung des Virus und der Zugehörigkeit zu einer Religion gibt es nicht. Kulturelle Gepflogenheiten hingegen können die Ausbreitung des Virus erleichtern.“

Sind wir eigentlich im Regierungsstil á la Nordkorea angekommen?

In Österreich und in der Schweiz sieht es übrigens nicht anders aus. Am 2. Dezember schrieb die Basler Zeitung in ihrer Druckausgabe „70 Prozent Migranten in den Spitalbetten“:

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„Nach Angaben von Pflegefachleuten belegen überdurchschnittlich viele Corona-Patienten mit Migrationshintergrund die Intensivstationen. Offizielle Zahlen gibt es dazu nicht. Wer die Corona-Krise studiert, dem fällt auf, dass ein Zusammenhang zwischen Migration und hohen Infektionszahlen besteht. (…) mittlerweile hat sich Gesundheitspersonal von Spitälern in der Region bei regionalen Medien gemeldet. Auch bei der BaZ, unter der Prämisse, anonym bleiben zu können «aus Angst vor beruflichen Konsequenzen». Den Pflegenden ist aufgefallen, dass in den Corona-Spitalzimmern, insbesondere auf der Intensivstation, eine überwiegende Mehrheit der Patienten einen Migrationshintergrund hat. (…) Nach Durchsicht der Daten auf einer Intensivstation in einem weiteren Spital in der Nordwestschweiz wurde sogar ein Spitzenwert von 83 Prozent Patienten mit Migrationshintergrund in den vergangenen Tagen ermittelt. (…) Solche Zahlen hielt Baselland – wohl auch aus Political Correctness – bis vor kurzem unter Verschluss und wies Ansteckungszahlen nur auf Ebene der großräumigen Bezirke aus. (…) Dass die Behörden angeblich im Blindflug unterwegs sind und die vorhandenen Daten weder auswerten noch Erkenntnisse daraus schöpfen, mag Landrat Hanspeter Weibel (SVP) nicht verstehen. «Es kann nicht sein, dass Intensivbetten und Beatmungsplätze überproportional von Personen mit Migrationshintergrund belegt sind und deswegen planbare Operationen hinausgeschoben werden müssen.“

In Österreich dasselbe Bild. In dem Beitrag „Wiener Spitalsarzt: 60 Prozent unserer Intensivpatienten haben Migrationshintergrund“ schildert der Intensivmediziner Burkhard Gustorff von der Klinik Ottakring seine Beobachtungen in einem Interview. Auch er bestätigt einen „verhältnismäßig hohen Anteil“ an Migranten in den Intensivbetten Wiens:

„Was meinen Sie eigentlich mit ‚verhältnismäßig hoher Anteil‘“?

„Im Moment sind es rund 60 Prozent.“

„Und zuvor?“

„Mit dem Beginn der zweiten großen Infektionswelle war der Anteil noch höher und hat dann wieder langsam abgenommen.“

„Auf die aktuellen rund 60 Prozent?“

„Ja.“

(…)

„Erst gestern habe ich mich mit mehreren Kollegen aus den Bundesländern unterhalten. In urbaneren Gebieten wurde eine ähnliche Entwicklung wie in Wien beobachtet – also mit einem zunächst sehr hohen Anteil an Patienten mit Migrationshintergrund, der mittlerweile etwas weniger geworden ist. In sehr ländlichen Regionen hingegen, beispielsweise im Burgenland und in Teilen Niederösterreichs, wurde dieses Phänomen gar nicht festgestellt.“

„Vielleicht, weil in diesen Regionen kaum Migranten leben?“

„Vermutlich, ja.“

Wir dürfen gespannt sein, welche Schlüsse und Konsequenzen die Politik aus diesen Fakten zieht.

 

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