Spitäler: Schleppende Entlastung

ZAHLEN ZUM TAG. In Österreich gibt es noch immer mehr Corona-Patienten in stationärer Behandlung als am Höhepunkt der ersten Welle vor einem Jahr.

Mit 23. Februar wies das Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit der Pandemie 1363 Spitalspatienten aus. Knapp ein Fünftel davon entfiel auf Personen in intensivmedizinischer Behandlung (271). Das ist insofern bemerkenswert, als der Höhepunkt der zweiten Infektionswelle bald vier Monate zurückliegt. Sprich: Die Entlastung geht nur schleppend voran, zuletzt gab es sogar wieder leichte Zuwächse.

Am Höhepunkt der ersten Welle gab es rund 1100 Hospitalisierungen und knapp 270 Patienten zeitgleich auf einer Intensivstation. Am Höhepunkt der zweiten Welle waren es etwas mehr als 4600 bzw. 700.

Neben dem schleppenden Rückgang fällt der steile Anstieg davor auf: Die gegenwärtigen Zahlen entsprechen denen von Ende Oktober. Das bedeutet, dass der Anstieg vier Mal schneller ablief (bis zur Spitze Ende November) als der Rückgang seither. Wobei naturgemäß Faktoren wie die Virusmutationen das Infektionsgeschehen und damit auch die Entwicklung der Hospitalisierungen zuletzt mehr und mehr negativ beeinflusst haben.

Pikant: Wie viele Corona-Hospitalisierungen es seit Beginn der Pandemie insgesamt gegeben hat, ist unbekannt. In der Statistik wird immer nur ein Stand pro Tag ausgewiesen, nie aber die Zahl der Aufnahmen und der Entlassungen.

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