„Spiegel“: Immer mehr Deutsche trauen der Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie nicht über den Weg

Immer mehr Deutsche trauen der Regierung nicht zu, kompetent mit der Coronavirus-Pandemie umzugehen. Die Bürger sind zunehmend skeptisch, was die Kompetenz der Regierungsparteien CDU, SPD und CSU angeht. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des „Spiegel“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung konnten sich bisher auf die durchweg guten Noten verlassen, die ihnen die Bürger während der Pandemie gaben. Doch nun scheint die Stimmung umgeschlagen zu sein: Das Vertrauen der Deutschen in die Kompetenz der großen Koalition bei der Bekämpfung des Coronavirus schwindet.

Das Vertrauen in die deutsche Regierung im Kampf gegen die Pandemie schwindet

Rund 45 Prozent haben derzeit wenig oder kein Vertrauen in die Fähigkeit von CDU/CSU und SPD, die pandemische Herausforderung zu meistern. Das Vertrauen in die Koalition ist nur bei weniger als 40 Prozent der Deutschen vergleichsweise noch sehr hoch oder eher hoch.

Dabei ist das Vertrauen in CDU und CSU deutlich höher als in die SPD. Rund 43 Prozent gaben an, dass sie der EU im Kampf gegen eine Pandemie explizit oder sehr stark vertrauen. Nur etwa 21 Prozent sprachen der Partei des Kanzlerkandidaten Olaf Scholz mehr oder weniger Vertrauen aus.

Das Vertrauen der Bürger in die Kompetenz der Regierung im Kampf gegen das Coronavirus war bereits gesunken. Anfang Februar hatte die Mehrheit zum ersten Mal nicht mehr viel Vertrauen in die Arbeit der Koalition.

Lockdown-Maßnahmen in Deutschland

Am 10. Februar beschlossen Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, die Lockdoen-Maßnahmen bis zum 7. März zu verlängern.

Am Montag wurde berichtet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Lockerung der Beschränkungen in drei Bereichen zulässt: persönliche Kontakte, Schulen und Berufsschulen sowie Sport, Gastronomie und Kultur, dies aber an umfangreiche Tests knüpfen will. Ab Dienstag soll eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) die Details möglicher Öffnungsszenarien ausarbeiten und die für den 3. März geplante nächste Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder vorbereiten.

Quelle: wPolityce


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