Polizist des Jahres 2018


• Weiterlesen •

 

Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GDP NRW), spricht sich für ein Verbot von Pfefferspray im öffentlichen Raum aus. Auf jeden Fall für ein Verkaufsverbot oder zumindest die Pflicht des Verkäufers sich Namen, Adressen und sonst alle wichtigen Daten des Käufers aufzuschreiben. Möglicherweise möchte Herr Mertens ja, dass man zukünftig sein Pfefferspray nur noch in einem eigens anzuschaffenden Spezialschrank verwahrt, dessen Zustand von den Behörden jederzeit und ohne Ankündigung geprüft werden könnte.  Irgendwie erinnert mich Herr Mertens vom Typus her an die englische Polizei, die «Twitter-Patrol» und all die angeblichen Gesetzeshüter, die, weil sie ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich die Gesellschaft und die Bürger zu schützen, nicht mehr gerecht werden, sie lieber die symptomatischen Auswüchse ihres Versagens bekämpfen.

Mertens im Artikel der rheinischen Post:

Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sieht den Einsatz solcher Sprays sehr kritisch. „Besonders in Diskos, Gaststätten oder Straßenbahnen kann das fatale Folgen haben und eine Panik auslösen“, betont Mertens. Er weist darauf hin, dass es Staaten gibt, in denen das Mitführen solcher Sprays grundsätzlich verboten ist. „Das würde ich hierzulande auch gut heißen, aber man müsste das natürlich auch kontrollieren“, sagt Mertens. Der Verkauf dieser Sprays müsste auf jeden Fall strenger kontrolliert werden. „Verkäufer müssen angehalten werden, Namen und Adresse der Käufer zu notieren und festzuhalten“, fordert er. „Es kann nicht weiter sein, dass solche gefährlichen Gegenstände quasi an jeder Ladentheke zu bekommen sind.“

 

Erfolgreiche Einsätze von Pfefferspray zur Selbstverteidigung, um mal gegen den negativen Narrativ von Mertens und RP gegenzuhalten, finden sich in dieser in wenigen Sekunden aufgestellten Auflistung. Google findet hier mehrere Dutzend Seiten, die nahelegen, dass etwas Reizspray für körperlich schwächere Frauen gegenüber Angreifern durchaus erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn man es richtig macht.

Michendorf: Frau wehrt Angreifer mit Pfefferspray ab

Wittenberge: Prostituierte verteidigt sich gegen Angreifer mit Pfefferspray

Altötting: Frau wehrt sich erfolgreich gegen dunkelhäutigen Angreifer mit Pfefferspray

Pfefferspray gehört zu den effektiveren (wenn richtig eingesetzt) Wirk- und Einsatzmitteln in einer Notwehrsituation. Herr Mertens Vorstoß ist nur ein weiterer Schritt hin zur Entmündigung der Bürger, die eigentlich im naiven Staatsvertrauen den Gesellschaftsvertrag mit ihrer Polizei eingegangen sind, weil sie glauben, dass sie von dieser beschützt werden. Aber wenn Sekunden zählen, kommt die Polizei in ein paar Minuten. Und in Deutschland dürfen Sie damit rechnen, dass die Polizei kommt, die Personalien festhält und dann wieder losfährt bzw. den Übeltäter kurz zur Wache nimmt, dort feststellt, dass es sich um einen mehrfach vorbestraften Intensivtäter handelt, um ihn dann wieder Laufen zu lassen. Nein Herr Mertens! Nicht Pfefferspray oder der unsachgemäße Einsatz oder Verkauf an der Drogerie sind die Probleme, sondern der Zerfall der staatlichen Ordnung, der inneren Sicherheit und des Grundvertrauens in die Polizei als Hüter der Gesellschaft.

Dass die Polizei nicht mehr kann, kaum in der Lage ist sich gegen Clans, arabische Gangs, südosteuropäische Banden und andere Kriminelle, geschweige denn Terroristen zur Wehr zu setzen, hat nicht nur Nick Hein, der bekannte Polizist aus Köln und Buchautor, bemängelt. Die Polizisten in Deutschland sind häufig nicht fit genug, kaum im Straßenkampf geschult, unfähig auch auf zehn Meter ein Scheunentor mit der Dienstwaffe zu treffen (aus Mangel an Schießübungen) und werden in ihrer Ausbildung nicht an die Einsatzrealität herangeführt (ex Polizist Nick Hein kritisiert Polizeiführung). Und Herr Mertens von der GDP sieht leider aus, als würde er dem Prototyp eines politischen Polizisten, eines  Captain Beatty aus Fahrenheit 451, entsprechen. Physisch unfähig, aber zum Schreibtischtäter und Gesinnungspolizisten geboren und wahrscheinlich nicht in der Lage in echter Gefahrenlage seinen Mann zu stehen.

Die Almanpolizei, also die deutsche Polizei, ist nicht erst seit Köln 2015 auf der Domplatte eine Lachnummer. Der politische Beamte, die Karrikatur eines Ordnungshüters, steht bereits in den Startlöchern und wird vorbereitet. Er ist die logische Konsequenz des Staatsverfalls, der Tür und Tor für die Erosion der Sicherheit geöffnet hat. Ähnlich wie von Firuze B. auf der Achse des Guten geschildert (Der Tag, an dem mich Deutschland verlassen hat) werden wir in Zukunft mehr Polizisten bekommen, die sich nicht um die im Grundgesetz festgehaltenen Rechte scheren, sondern eher als Sittenwächter auftreten. «Haben Sie provoziert?» oder «Warum sind Sie denn als Frau noch um diese Uhrzeit unterwegs?» werden dann die Fragen sein, die die Uniformierten den am Boden liegenden Verletzen stellen, die Opfer der mangelnden Wachsamkeit und ausgeprägten Rückgratlosigkeit der Polizeiführung geworden sind.

Statt die schweren Jungs, Straftäter, Drogenhändler und Messerstecher reihenweise von den Straßen zu holen und wegzusperren, damit dann das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu verbessern, schlägt Herr Mertens lieber auf den Schatten ein, den sein Versagen und das seiner Vorgesetzten wirft. Pfefferspray findet sich nur deshalb so häufig in den Täschlein junger Frauen, weil er und seine übergeordnete Führung dies zulassen.

Deshalb kröne ich Herrn Mertens zum Polizisten des Jahres 2018. Genauer zum schlechtesten Polizisten.

 

Hat dir der Beitrag gefallen?

Spendier uns eine Kleinigkeit, um den Blog zu unterstützen:





5,00

Zahlungsmethode auswählen

Persönliche Informationen




Spendensumme:


€5,00

Bild: Pixabay

 

The post Polizist des Jahres 2018 appeared first on Young German.