Technologischer Optimismus geht an Deutschland vorbei

The Economist stellt in der Printausgabe die Frage nach der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung in diesem Jahrzehnt: „The roaring 20s?“ In der elektronischen Ausgabe steht über dem Artikel diese Antwort: „Why a dawn of technological optimism is breaking“. Im Weltmaßstab mag das stimmen. Selbst die Corona-Pandemie führt zu zahlreichen Innovationen und einer beschleunigten Digitalisierung, wodurch die Produktivität und der Lebensstandard steigen dürften, und zwar auch wieder in westlichen Ländern.

Allerdings fürchte ich, dass in Deutschland die politischen Gegenkräfte überwiegen. So ist die schnelle Entwicklung eines ganz neuen Impfstoffs durch BioNTech eine wissenschaftliche, technologische und auch unternehmerische Meisterleistung, der staatlich organisierte Einkauf des Impfstoffs und dessen Verimpfen in Deutschland sind jedoch eine Katastrophe. Ganze Branchen dürfen ihre Hygienekonzepte und Innovationen nicht anwenden, sondern werden pauschal geschlossen. Auch Kindern und Jugendlichen verweigert der Staat die Bildung, die er zuvor an sich zog.

„Decarbonising economies will not boost long-term growth unless green energy realises its potential to become cheaper than fossil fuels.“ Wir haben inzwischen die höchsten Energiepreise in Deutschland und sind für die sichere Stromversorgung auf unsere Nachbarländer angewiesen. Die von den Massenmedien und anderen Parteien umschwärmten Grünen verteufeln fast alle neuen Technologien, Unternehmertum und Märkte. Dabei funktionieren die Märkte selbst in der Krise besser als der Staat, während neue Ideen im Wettbewerb entstehen und vor allem sich verbreiten. Der Staat kann entweder dabei helfen oder diese Entwicklung hemmen. So wird „Deutschland immer unattraktiver für Familienunternehmen“ durch hohe Steuern und Abgaben sowie eine schlechte Infrastruktur.

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