Das Manifest der Gesellschaftszerstörer

Mit seiner Begabung für das falsche Wort im richtigen Moment hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kürzlich vor einer „Corona-RAF“ auf den Reihen der Querdenkerbewegung gewarnt. Vermutlich nimmt der Politiker sogar wahr, dass er Unsinn redet; er dürfte in seinem Büro am Münchner Hofgarten gut über den Unterschied zwischen Operettenfiguren wie Attila Hildmann und dem linkischen Querdenker-Frontmann aus Baden-Württemberg einerseits und einer Terrororganisation aus militärisch geschulten und geheimdienstlich unterstützten Kadern andererseits Bescheid wissen. Die Technik, notfalls mit hohem Unsinnsausstoß Schlagzeilen zu beherrschen, gehört zur Aufgabenbeschreibung von Parteigeneralsekretären. Aus seiner Zeit als Generalsekretär stammt praktisch das gesamte Rüstzeug, über das Söder verfügt. Wenn sich gerade eine neue militante Kaderorganisation in Coronazeiten bildet – und zwar erstaunlich erfolgreich, mit großer Resonanz und einer grob unterschätzten Gefährlichkeit – dann geschieht das gerade an einer anderen Stelle.

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