Fußnoten zum Donnerstag

 

Ioannidis schon wieder. Vor einem Jahr noch der gefeiertste und bedeutendste Virologe der Welt, inzwischen wegen seiner permanenten Weigerung, den Mächtigen nach dem Maul zu reden einer der meistgehassten und von den Medienknilchen niedergebrüllten. Hat mal wieder eine Studiegemacht – Datenmaterial gibt es inzwischen ja genug, nur haben unsere Politkasper kein Interesse daran – und ist zu einem, nun ja, für einen Menschen mit funktionierender Großhirnrinde nicht allzu überraschenden Ergebnis gekommen: Lockdowns bringen nichts, sie richten mehr Schaden an als Nutzen. Ach nee. Was für ein Coronaleugner, Reichsbürger, Putintroll! Das Virus möge ihn strafen! Und die Medien und die Politik – die tun es eh bereits, nämlich mit Ignoranz.

Fakten sind überbewertet. Emotionen regieren. Lockdowns bringen zwar nachweislich gar nichts, das ist jetzt bewiesen, aber wenn die Politik sagt, die Alternative wären Berge von Toten und Bergamo, dann ist das so und alle Fakten irrelevant. Wer glaubt, mit Argumenten noch irgendwas zu erreichen, der irrt. Dieser Punkt wurde schon lange überschritten.

Es wird nicht mehr lange dauern und die Erwähnung der Studie von Ioannidis wird zu massiven Löschungen führen. Die meinungsethnischen Säuberungsstürme und digitalen Bücherverbrennungen laufen ja bereits auf Hochtouren, und nachdem das Zuckerberg-Imperium seine Litfaßsäulen vom rechten Schmutz gesäubert hat, damit mehr Platz für islamistische Mordaufrufe und linksradikale Terrorwettkämpfe zur Verfügung steht, werden inzwischen die Betreiber digitaler Netzwerke direkt angegriffen, gehackt und zerstört. Freie Meinungsäußerung im Internet wird bald nicht mehr möglich sein.

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